Sein Abenteuer auf der fernen Insel ist beendet, doch die Sage geht weiter. Er muss sich nun der schwersten aller Prüfungen stellen, um zu beweisen, dass er die Feder genauso gut beherrscht wie die Klinge. Doch zwischenzeitlich rief ihn das Schicksal auf eine andere Insel, belagert von untoten Kreaturen und einer intriganten Handelsfamilie. Mehr darüber demnächst...

Dienstag, 1. November 2011

"Swordmasters Mittelalter-Review" Teil 1

Endlich habe ich mal wieder etwas Zeit für mich und meine Hobbies, nach gefühlten 20 Tagen Dauerarbeit. Da kann ich mal wieder was schreiben, was mir schon lange in den Fingern brennt. Ursprünglich sollte es nämlich eine Doppel-Review werden von "Ironclad - Bis zum letzten Krieger" und "Your Highness" - letzterer, soviel kann ich schon mal verraten, wird nicht über fünf Punkten erhalten. Aber mittlerweile habe ich nnoch einen anderen Mittelalter-Film gesehen, auf den ich schon länger mal gespannt war, und daher habe ich mir gedacht: Warum nicht gleich eine ganze Reihe?

Jetzt haben wir auch November, da werden die Tage kürzer und kälter, da kann man sich also gerne mal abends hinsetzen und ein bis zwei gute Filme sehen. Und da meine LARP-Ausrüstung gerade Zuwachs erhalten hat, hole ich mir aus der Filmwelt noch ein bisschen Inspiration dazu.


Daher willkommen zu "Swordmasters Mittelalter-Review"!


Heute: "Robin Hood (2010)"


Oder auch: "Die Kameraführung der Scott-Brüder ist einfach zum Kotzen!"



Ich sah damals den Trailer zu diesem Film im Kino in England, als einer der Trailer vor dem Sherlock Holmes Film (der mit den mittlerweile 10 Punkten). Und mein erster Gedanke war: DAs wäre was für meine Mutter. Ridley Scott hat ihn gedreht, Russell Crowe spielt die Hauptrolle, und die Musik klingt dermaßen nach Hans Zimmer, dass man das auch in "Gladiator 2" umbenennen könnte. Diverse Kritiken waren allerdings geteilter Meinung über diesen Film. Und es ist klar, dass diese Version von "Robin Hood" eine ganz andere Richtung einschlägt als die, die wir aus den Geschichten und dem Kevin-Costner-Film kennen (oder gegebenenfalls von Disney)...


Es fängt damit an, dass Richard Löwenherz, der sonst so geschätze König Englands, mit seiner Schar überlebender Kreuzritter auf dem Weg nach England halb Frankreich ausplündert und niederbrennt (nun gut, wer will ihm das verübeln?). "The Lionheart" ist allerdings kein großer weiser König, wie ihn vielleicht Sean Connery darstellen würde, sondern ein langhaariger Raufbold mit mehr Gier als Grips, der sich von seinen Untergebenen nur durch die Krone auf seinem Kopf unterscheidet. Passenderweise kriegt er auch einen Armbrustbolzen in die Brust, kaum dass der Film fünf Minuten läuft. Russell Crowe, zu dieser Stunde als Robin Longstride unterwegs, ein einfacher Bogenschütze der königlichen Armee, macht sich auf den Weg nach England, mit der Krone des Königs und dem Schwert des Ritters Sir Robert Locksley im Gepäck. Beides soll zum rechtmäßigen Besitzer zurückgehen.

Schön finde ich an dieser Stelle zum Einen den Zusammenhalt zwischen Robins Männern (die späteren "Merry Men" Will Scarlet und Little John befinden sich bereits im Krieg an seiner Seite), zum Anderen hat diese Anfangsphase des Films etwas von einer RPG-Questreihe. Erst soll er zum Schiff, dann findet er die Krone des Königs und soll sie nach London bringen, dann muss er zu Locksley Senior und ihm das Schwert mitbringen. Seine Männer, Bogenschützen und Nahkämpfer, quasi eine Rollenspieltruppe ohne Heiler oder Zauberer, begleiten ihn in frisch geplünderter Ausrüstung bis nach Nottingham, wo sie erst einmal mit dem Met von Bruder Tuck (der einzige gute Priester in der ganzen Gegend) auf den überlebten Kreuzzug anstoßen.

Ab dann wird der Film in Hinblick auf die bekannte Geschichte etwas abstrus. Longstride wird von Locksley Senior temporär adoptiert - er soll also als Robin Locksley auftreten. Inklusive Maid Marian als Ehefrau, die schon mit Lockley verheiratet war (und die von Cate Blanchett in einer Powerfrauen-Manier gespielt wird, dass es schon fast wieder nervt). In der Zwischenzeit stellt sich allerdings heraus, dass der Thronfolger Prinz John auch nicht viel besser ist als sein verstorbener Bruder: Um die Staatskassen wieder zu füllen, besteuert er alles und jeden, bis es kurz vor der Revolte steht. Das größte Problem nähert sich aber seitens Frankreichs, denn der einzige Glatzkopf in den Film (der schon hinreichend bekannte Schurkendarsteller Mark Strong, auch aus "Sherlock Holmes" bekannt) spielt ein Doppelspiel. Einerseits als Vertrauter des englischen Königs, dem er zu gewaltsamer Steuereintreibung im Norden Englands rät, damit er andererseits als Vertrauter des französischen Königs dessen Invasion in England vorbereiten kann.

Und so spitzt sich die Sache zu, bis in einer D-Day-mäßigen Strandschlacht Engländer und Franzosen die alte Tradition fortsetzen, in der sie sich seit Jahrhunderten auf die Schnauze hauen. Doch bis dahin gibt es noch diversen Ballast an den Seiten der Story - eine eher unwahrscheinliche Verkettung der Vergangenheit des echten Sir Locksley mit Crowes Charakter Robin Longstride inklusive. Plus: Eine mehr oder minde funktionierende Liebesgeschichte zwischen Blanchett und Crowe, bei der es entweder an Chemie zwischen den beiden mangelt oder mir schlicht und einfach an Romantik. ^^


Die Darsteller sind aber durchaus gut gewählt. Max von Sydow und William Hurt als alte Schlachtrösser, Mark Strong als glatzköpfiger Finsterling, und Oscar Isaac als Prinz John, den man im Film selber gewaltig unterschätzt und der einen wirklich glaubwürdigen Charakter kreiert, im Vergleich zu den üblichen Schurken dieses Genres. Auch die "Merry Men" sind gut besetzt. Das einzige Manko sind tatsächlich Cate Blanchett und Russell Crowe. Letzterer hat sich bei seiner Darstellung an "Gladiator" orientiert, was bei dieser Geschichte einfach nicht passt. Und Blanchett hat auf dem Schlachtfeld nix verloren - das hier ist nicht "The Missing"!

Ach ja, Schlachtfeld - davon will ich lieber nicht anfangen. Tony Scott ist ja bekannt für seine bescheuerte Kameraführung und seine Schnitttechnik mit dem Samuraischwert. Ich hatte ja gehofft, dass Ridley Scott als der ältere, weisere und erfolgreichere Bruder es besser wüsste. Aber nein, die Kameraführung ist in den Actionszenen echt am Ende! Für einige Sekunden sah es bei "Gladiator" in der Anfangsschlacht genauso aus, aber wohlgemerkt, nur für ein paar Sekunden! Hier ist die gesamte Endschlacht so gefilmt, dass man nix erkennen kann. Und zu den hektischen Schnitten und den Kameraleuten mit Parkinson-Krankheit kommt noch dazu, dass viele dieser Szenen noch künstlich beschleunigt wurden, um noch mehr Hektik reinzubringen. Ich kann ja froh sein, dass ich von dem finalen Duell noch überhaupt was mitbekommen habe und wusste, was das eigentlich passiert. Ein Trost: In den Nicht-Actionszenen ist die Kamera so ruhig, wie es sein soll.

Die Atmosphäre stimmt jedenfalls: Man fühlt sich in das mittelalterliche England versetzt, und Ridley Scott nimmt sich auch die Zeit, einige der alltäglichen Dinge in dieser Zeitpreiode zu zeigen. Während man in manchen anderen Filmen nur denkt: "Ja, da wäre ich auch gerne dabei gewesen", überlegt man es sich bei diesem Film zweimal, ob man diese ganze Unbequemlichkeit gerne am eigenen Leib erfahren würde. Man mekrt da allerdings auch, dass Scott einen realistischen, authentischen Film drehen wollte, in dem Robin Hood nicht der glorifzierte Volksheld ist, sondern ein einfacher Mann. Meiner Meinung nach ist er an manchen Stellen über sein Ziel hinausgeschossen.


Fazit: Kamera: bäh! Der Rest ist eigentlich in Ordnung, aber keine Oberklasse. Ridley Scott konnte es früher mal besser, aber das Mittelalter kriegt er irgendwie nicht richtig hin - das hat schon bei "Königreich der Himmel" nicht funktioniert. Die Hauptrollen sind fehltbesetzt, aber die Nebenrollen machen Spaß. Es gibt viele Schlachten, aber auch sehr viele ruhige Szenen dazwischen. Die Story ist, was Robin Hood angeht, mal was Anderes, aber letzten Endes denkt man, man guckt "Braveheart" ohne Schotten. Und letzten Endes bleibt ein tiefer Einblick in das alte England mit verwackelter Schlachtenkamera und einer Liebesgeschichte, auf die selbst die Beteiligten keinen großen Wert legten. Soweit ganz in Ordnung für einen normalen Regisseur, aber von Ridley Scott erwarte ich ein bisschen mehr.


7/10 Punkte

Dienstag, 25. Oktober 2011

Was 2012 ins Kino kommt (oder kommen soll)

Wir haben jetzt Ende Oktober, also noch zwei Monate, bis dieses Jahr vorbei ist. Und bislang haben nur sehr wenige Filme mich vollkommen überzeugt - man sehe sich meine diesjährigen Reviews an. Für dieses Jahr noch übrig sind Sherlock Holmes 2 und "Die Killer-Elite". Eventuell schafft es auch "Immortals" dieses Jahr noch in die deutschen Kinos, aber verlassen würde ich mich darauf nicht. Trotzdem, sie stehen noch auf meiner 2011er-Liste der Filme, die ich noch ansehen möchte.

Dafür wird 2012 ein echt großes Jahr, wenn sie es tatsächlich schaffen, all die angekündigten Filme zu dem angekündigten Zeitpunkt rauszubringen, was an sich schon fast unglaublich wäre. Aber dazu gleich mal einen Blick in die detaillierte Liste, geordnet nach dem Jahr, dann der Reihenfolge, in der ich sie bei IMDB gefunden habe (da gibt es sonst für weitere Interessenten die beliebtesten für 2012 angekündigten Filme - also die Filme, auf die schon die ganze Welt wartet (zu finden hier)


2011


Killer Elite

Der Film kommt schon demnächst dran - wurde für Ende diesen Monats für die deutschen Kinos angekündigt. Jason "The Transporter" Statham und Robert de Niro sollen als Profikiller der alten Schule drei Agenten umbringen. Gegenspieler ist Clive Owen, der schon in "Shoot 'em Up" gezeigt hat, dass er dieses Genre beherrscht. Spaß machen wird der Film alleine durch die Konfrontation zwischen Statham und Owen.


Sherlock Holmes: A Game of Shadows

Kürzlich habe ich mir die DVD des ersten Sherlock Holmes zugelegt, und im Grunde wäre ich jetzt auch soweit, dem Film die verdienten 10 Punkte zu geben. Umso gespannter bin ich auf den Nachfolger "A Game of Shadows". Denn hier tritt Holmes endlich gegen seinen Erzfeind Professor Moriarty an - obwohl, die Besetzung dieser Rolle muss mich erst noch überzeugen. Aus dem alten Film kehren auch alle Darsteller wieder zurück, also auch Rachel McAdams als Irene Adler und der grimmige Inspektor Lestrade, gespielt von Eddie Marsan. Der Trailer erweckt allerdings auch den Eindruck, dass an der Actionschraube gedreht wurde - man kann sich auf einige effektvolle Szenen gefasst machen. Hoffentlich bekommen sie dann noch den Spagat hin zur klassischen Spannung der Sherlock-Holmes-Geschichten.


Immortals

Auf diesen Trailer bin ich durch Zufall gestoßen (wie bei den meisten Filmen hier), aber er sah vielversprechend aus. Das einzige Manko war der kurze Titel "Von den Produzenten von 300" - aber ich habe nachgeschaut, Zack Snyder ist nicht der Regisseur. Trotzdem, Vorsicht ist angebracht. Die Story: Mickey Rourke als tyrannischer Herrscher Hyperion will die gesamte Welt unterwerfen. Es braucht also einen griechischen Helden, der ihn stoppen kann. Die Wahl der Götter fällt auf Theseus, der mit einem magischen Bogen ausgestattet die Armeen des Guten in die Schlacht führt. Trailer zeigt: Schlachtszenen holla! Atmosphäre: so lala! Fans griechischer Mythologie (oder auch Titan-Quest-Spieler) sollten mal reinschauen.



2012

Jetzt kommen wir zum Kern des Ganzen. Viele Fortsetzungen haben sich für dieses Jahr angekündigt, aber auch der ein oder andere Geheimtipp verbirgt sich in der Liste.


The Avengers

Nein, nicht die Kinofassung von "Mit Schirm, Charme und Melone". Dies ist die Zusammenführung von vier Superhelden des Marvel-Comic-Universums. Namentlich: Iron Man (gespielt von Robert Downey Jr.), Thor (mit diesem langhaarigen Typen da mit dem Hammer), Hulk (der große grüne Dingens) und Captain America (der Vollhorst mit der Zielscheibe auf seinem Schild). Von den letzten beiden Helden halte ich nicht allzu viel, aber ich gehöre auch nicht zu den Leuten, die mit Superhelden-Comics aufgewachsen sind. Auf jeden Fall dürfte der Film ganz interessant werden, weil sie die einzelnen Helden vorher schon verfilmt haben und nun zusammenführen (einige behaupten, der Film "Captain America" wäre nur ein langer Trailer für den Avengers-Film). Außerdem führt Joss Whedon Regie, und der hat ja eine ganze Menge guter Sachen gemacht - auch wenn manche Firefly-Fans seit dem Kinofilm immer noch sauer auf ihn sind...


The Dark Knight Rises

Christopher Nolan wurde bekannt durch komplizierte Filme wie "Memento" und "Prestige". Berühmt wurde er durch "Batman Begins". Mit "Dark Knight" und "Inception" etablierte er sich als einer der ganz großen Regisseure Hollywoods. Und ich muss sagen, dass ich seine Arbeit wirklich schätze. Daher erwarte ich mit großer Spannung seinen dritten Batman-Film. Allerdings hoffe ich, dass der weniger depressiv ausfällt als der letzte. Immerhin werden dieses Mal Catwoman und Bane als Schurken mit von der Partie sein - für erstere wurde zum Glück nicht Halle Berry genommen. Über die Story ist noch nichts wirklich bekannt, aber ich gehe davon aus, dass es da zur Sache geht.


Expendables 2

Wenn es in den letzten Jahren (oder zumindest den letzten beiden) irgendeinen Actionfilm gab, der es wirklich verdient hat, als solcher bezeichnet zu werden, dann war es "The Expendables". Die Creme de la Creme des 80er-Jahre-Actionkinos in einer Story, die an den PC-Klassiker "Jagged Alliance" erinnert, und in dem mehr zu Bruch geht als in einer ganzen Staffel Alarm für Cobra 11? Traumhaft! Jetzt habe ich gute und schlechte Nachrichten für alle, die auf die Fortsetzung warten. Die Guten: Neben der Besetzung aus dem ersten Teil (inklusive Schwarzenegger und Bruce Willis) wurden noch einige bekannte Gesichter angekündigt. Chuck Norris und Jean-Claude van Damne haben mittlerweile auch Rollennamen, nur bei John Travolta sind sich die Leute von IMDB noch nicht sicher, ob er tatsächlich mitspielt. Nebenbei: Schwarzenegger ist ja nicht mehr in der Politik tätig, da wird vielleicht von ihm etwas mehr zu sehen sein als in Teil 1. Jetzt die schlechten Nachrichten: Steven Seagal wird es wieder nicht in diesen Film schaffen. Liegt aber auch daran, dass er Streit mit der Produktionsfirma hat. Dieses Mal führt ein Anderer Regie, nicht Stallone selbst: Simon West war der Regisseur von "Con Air" (gut) und "Tomb Raider" (hmmm... ok), zuletzt drehte er "The Mechanic", der auch ganz OK war. Man darf also gespannt sein. Ach was sag ich, der Film wird nächstes Jahr Pflicht!


The Hobbit

Die Herr der Ringe Trilogie hat völlig verdient 17 Oscars abgeräumt. Und die Bücher waren ziemlich anstrengend zu lesen. Jetzt kommt allerdings die Verfilmung von "Der kleine Hobbit" ins Kino - ein Buch, das eigentlich für Kinder geschrieben worden war. Aber trotzdem, Kämpfe sind auch in dieser Geschichte zahlreich. 13 Zwerge, ein Hobbit und ein Zauberer mit komischem spitzen Hut ziehen los, einen Drachen zu besiegen und seinen Schatz in Besitz zu nehmen. Wenn Peter Jackson nicht plötzlich einen Schlag auf den Schädel bekommt und durchknallt wie George Lucas seit der Erfindung der Digitaltechnik, dann kann dieser Film nicht schlecht werden. Aber ich frage mich doch, wie er Elijah Wood, Orlando Bloom und Hugo Weaving in den Rollen aus der Trilogie vernünftig einbauen will. Na, darüber kann man sich Gedanken machen, wenn es soweit ist.


Ghostbusters 3

Wusstet ihr, dass ein dritter Ghostbusters-Film kommen soll? Ich hatte keine Ahnung! Ist heute der erste April? Nein, ich glaube, sie meinen es dieses Mal tatsächlich ernst. Bill Murray, Dan Aykroyd und Harold Ramis sind wohl schon an Bord, sogar Ernie Hudson, der vierte Ghostbuster, hat wohl schon unterschrieben. Und Ivan Reitman führt Regie - also alles wie in guten alten Zeiten! Allerdings wird es wohl sowas werden wie "Star Trek - Treffen der Generationen", denn so wie IMDB schreibt, wird wohl eine neue Generation Geisterjäger das Ganze übernehmen. Inwiefern da die alten Hasen mitmischen, was überhaupt da vorgeht - das werden wir erst nächstes Jahr erfahren.


James Bond Nr. 23 (noch kein Titel vorhanden)

Daniel Craig spielt wieder James Bond, und Oscar-Preisträger Sam Mendes führt Regie. Ersteres ist gut, das letztere muss überhaupt nichts heißen. Denn Mendes hat, wie sein Vorgänger Marc Forster, noch nie einen Actionfilm gedreht. Nach dem Totalschaden namens "Quantum of Solace" bin ich jedenfalls sehr skeptisch, was diesesn Film angeht. Die gute Nachricht: Ralph Fiennes steht auf der Darsteller-Liste, allerdings noch ohne Rollenname. Er war schon Voldemort bei Harry Potter, warum also kein Bond-Schurke? Und David Arnold komponiert wieder, da bleibt für mich noch die Hoffnung, dass wenigstens die Musik was taugt.


Total Recall

Sie machen allen Ernstes ein Remake des Paul Verhoeven / Arnold Schwarzenegger Vehikels, dieses Mal allerdings mit Colin Farrell in der Rolle des Bauarbeiters mit Erinnerungsproblemen. Regie führt Len Wiseman - sein "Stirb Langsam 4.0" war gut, aber seine "Underworld"-Filme taugen nicht allzu viel. Und es steht zu befürchten, dass er diesem Film nicht sonderlich viel hinzufügen wird. Mal abgesehen davon, dass er es nicht lassen kann, sein Liebchen Kate Beckinsale in diesen Film zu kloppen. Reinschauen kann man ja mal, aber er wird bestimmt nicht besser als das Original. Vor allem wird er wahrscheinlich nicht so brutal...


G. I. Joe 2

Dass die Sache noch nicht vorbei ist, haben sie am Ende von Teil 1 ja auch angekündigt - immerhin haben sie die Mumie (Arnold Vosloo) als Präsidenten verkleidet im Weißen Haus eingeschleust. Mal schauen, was sie dieses Mal anstellen. Der erste Film war pures Unterhaltungskino, und da wollen die Macher noch mal raufklotzen. Bruce Willis und Dwayne "The Rock" Johnson stehen neuerdings auf der Darstellerliste. Und die Dauer-Nervensäge Marlon Wayans haben sie rausgenommen! Sehr gut! Regie führt John M. Chu, der aber bislang außer Tanzfilmen wie "Step Up" noch nichts im Kasten hat. Na, ob das so eine gute Idee war...


21 Jump Street

Wenn man damals als Kind ständig vor dem Fernseher gehangen hat wie ich - besonders in den Achtzigern - dann hat man die Serie bestimmt auch schon mal gesehen. Genau wie "A-Team", "Knight Rider" oder die alte Fassung von "Battlestar Galactica" kam das im Vorabendprogramm von RTL Plus und hatte u. a. Johnny Depp in ganz jungen Jahren zu bieten. Jetzt also die Kinofassung im 21. Jahrhundert. Beim A-Team hat es besser funktioniert als erwartet, also stehen auch hier die Chancen ganz gut, dass sie wissen, was sie tun. Johnny Depp ist auch selber angekündigt, aber ich schätze, mehr als ein Kurzauftritt wird es nicht sein.


Battleship

Zuletzt noch ein Geheimtipp: Wer "World Invasion - Battle: Los Angeles" gesehen hat, findet hier eine ähnliche Situation vor. Ein großer Haufen Schlachtschiffe der amerikanischen Navy trifft auf hoher See während eines Manövers auf außerirdische... "Dinger". Und wenn Liam Neeson, der Oberkommandierende, schon sagt: "Feuer!" "Mit was, Sir?" "Mit allem!", dann kann man sich auf was gefasst machen. Hauptrolle spielt aber eher der junge Alexander Skarsgard als autoritätsresistenter Offizier, der mit Neesons Tochter ins Bett steigt. Wollen wir hoffen, dass das Ganze nicht doch zum Drama während einer Seeschlacht verkommt - also eine Sci-Fi-Variante von "Pearl Harbor" wäre das Letzte, was wir wollen.



Ich kann es kaum erwarten, bis wir 2012 haben!!!

Montag, 24. Oktober 2011

Review: "Unknown Identity" (2011)

Dieses Jahr kommt "Sherlock Holmes 2: The Game of Shadows" in die Kinos. Ich erwäge ernsthaft, ihn noch dieses Jahr zu sehen, aber ich fürchte, es wird nicht das Selbe sein wie beim ersten Film. Denn hierzulande gibt es ihn bestimmt nur auf deutsch. Aber der Trailer sieht schon ganz gut aus...


Das konnte man auch vom Trailer zu diesem Film behaupten: "Unknown Identity" mit Liam Neeson in einer Hauptrolle, die recht stark an seinen Auftritt in "96 Hours" erinnert, aber doch in eine Richtung geht, die man als Verbeugung vor dem großen Meister Alfred Hitchcock deuten könnte. Dazu einiges an Action, einige sehr markante Gegenspieler (zu nennen wären Aidan Quinn und Frank Langella, letzterer auch bekannt als Skeletor aus "Masters of the Universe"... ja, und auch "Frost / Nixon"...) und die spannende Frage: Was wird hier eigentlich gespielt?

Denn genau das versucht Neeson in der Rolle des unbescholtenen und glücklich verheirateten Wissenschaftlers Martin Harris herauszufinden. Da kommt er gerade mit seiner hübschen Ehefrau (gespielt von January Jones - der Name klingt irgendwie nach Playmate des Monats...) in Berlin an, stellt fest, dass er (echt dusseligerweise) seinen Aktenkoffer am Flughafen hat stehen lassen, und braust mit dem nächsten Taxi los, um ihn zu holen. Allerdings macht das Taxi einen unfreiwilligen Ausflug in die Spree... und Neeson verbringt 4 Tage im Koma.

Dann der Schock: Seine Frau kennt ihn nicht mehr, ein fremder Mann stellt sich als Martin Harris vor, niemand will ihm glauben, und er hat keine Ahnung, wo sein Pass steckt. Könnte ja noch einigermaßen witzig sein, ist es aber spätestens dann nicht, als ein ominöser Brillenträger ihn im Krankenhaus abzumurksen versucht. Ihm bleiben nur die Taxifahrerin, die ihm damals das Leben rettete, und ein ominöser Ex-Spion / Privatdetektiv, der an der ganzen Sache noch sein persönliches Interesse bekommen sollte...


Der Film spielt komplett in Berlin - und zwar im echten! Dazu kommt neben der amerikanischen Hauptbesetzung noch ein großer Teil deutscher Nebenrollen, von denen tatsächlich nicht alle gnadenlos schlecht sind. Allen voran Bruno Ganz als der Ex-Spion Herr Jürgen - zuvor kannte ich ihn nur in einer einzigen Rolle, und das war als Hitler in "Der Untergang". Dann die mittlerweile auch in anderen Teilen der Welt bekannte Schauspielerin (wenn man das so nennen kann) Diane Kruger. Und Sebastian Koch - irgendwoher kenne ich den. Und auch der Ex-"Kommissar Rex" Nebendarsteller Karl Markovics macht als Doktor eine gute Figur. Das lässt mich doch ein wenig hoffen, einen guten deutschen Film für diesen Blog zu finden.

Allerdings merkt man auch, dass dieser Film von Profis gemacht wurde. Joel Silver (von "Lethal Weapon" bis "Matrix" nur gute Actionfilme) produzierte gemeinsam mit dem Studio Babelsberg, die Kameraleute hielten auch mal direkt auf das Geschehen drauf, und die Actionszenen sind, abgesehen von den Schnitten im Sekundentakt, ansehnlich gefilmt. Und Action gibt es reichlich - aber dennoch steht die Spannung deutlich im Vordergrund.

Denn der Knackpunkt des Films ist seine Auflösung - von der natürlich hier nichts verraten wird. Abgesehen von einigen kleinen Logiklöchern mitten im Film (warum z. B. macht Neeson sein Handy aus, obwohl er auf die Warnungen seines derzeitigen Partners angewiesen ist?) ist die Handlung schlüssig und der Hintergrund undurchsichtig bis zum Schluss. Das Beste: Wenn man zu wissen glaubt, wie der Hase läuft, kommt ein Kommentar von einem Darsteller, der dann Neeson anschaut mit den Worten "Das glauben Sie doch selbst nicht!" Ich hatte nach dem ersten Drittel des Films eine Vermutung, wie das Ganze ausgehen würde - wiederum gestützt auf Hitchcock-Filme ähnlichen Kalibers. Und soviel sei gesagt: Ich lag vollkommen falsch!


Gibt es irgendwelche Nachteile an dem Film? Mir fallen gerade keine ein. Ein bis zwei Logiklücken und doch etwas schusseliges Verhalten von ehemals Qui-Gon Jinn ziehen den Film nicht mehr soweit runter. Diane Kruger mag keine tolle Schauspielerin sein, aber gut aussehen tut sie. Und durch die Bank weg haben sich weder deutsche noch amerikanische Schauspieler irgendwie blamiert. Atmosphäre stimmt, sogar die Musik ist annehmbar. Spannend bis zur Auflösung - und selbst, wenn sie kommt, braucht man ein paar Minuten, um es zu glauben. Gerne mal wieder sehen!


9/10 Punkte

Donnerstag, 15. September 2011

Review: "Die drei Musketiere (3D)" (2011)

Oder auch: "Es wird ein guter Film, wenn wir nur genug 3D-Effekte reinholzen..."



Eigentlich wollte ich diesen Film nicht sehen. Der Trailer hat schon sehr gut gezeigt, was einen bei diesem Streifen erwartet: Extrem fehlbesetzte Hauptrollen (der absolute Knall des Jahres ist Milla Jovovich als Milady de Winter), schwachsinnige Action mit auf Matrix getrimmten Effekten, Luftschiffe (!!!), eine überaus logikresistente Abwandlung von Alexandre Dumas' Romanvorlage sowie einige der schlechtesten Dialogzeilen seit "Star Wars Episode 3". Und nachdem man auch gesehen hat, was Paul W. S. Anderson sonst für Filme verbrochen hat (er verfilmt die Videospiele, für die sich sogar Uwe Boll zu schade findet), weiß man genau, dass man genau das bekommt, was man erwartet.

Und unter genau diesen Gesichtspunkten, mit einer Erwartungshaltung, die irgendwo zwischen "Manos - The Hands of Fate" und dem "Star Wars Holiday Special" liegt - entpuppt sich der Film tatsächlich als besser, als man erwartet hätte.


Nach den gefühlten 200 anderen Verfilmungen des Musketier-Romans dürfte die Geschichte hinreichend bekannt sein, und auch Anderson erzählt nichts Neues: D'Artagnan, gespielt von Logan "Percy Jackson" Lerman, geht nach Paris, um ein Musketier zu werden. Erst legt er sich innerhalb von fünf Minuten mit dem Endgegner, Kapitan Rochefort an (gespielt von Mads Mikkelsen, eine der besser besetzten Rollen, auch wenn er weit entfernt von Christopher Lee ist), dann mit seinen späteren Kampfgefährten Athos, Aramis und Porthos. NAchdem ihr arrangiertes Duell zu einem Kampf gegen diverse niedrigstufige NSCs (die Kardinals-Garde) verkommt, erhalten die vier den Auftrag, die Juwelen der Königin aus dem Besitz von Lord Buckingham (einem über alle Maßen unsympathischen Orlando Bloom) zurückzuholen.

Dieser Film nahm sich Richard Lesters Variante von 1973 zum Vorbild, laut Aussage meiner Fernsehzeitung - aber davon merkt man nicht viel. Wenn mal Humor vorhanden ist, dann mit Holzhammer und Bananenschale. Der Rest ist reine Action, Explosionen, Schießereien und einige recht beeindruckende Schwertkämpfe. Allerdings fragt man sich - wie bei jedem anderen 3D-Film, den ich bisher besprochen habe - wozu diese aufgesetzten 3D-Effekte eigentlich gut sein sollen. Aber Anderson hat das Prinzip ja schon bei "Resident Evil: Afterlife" nicht kapiert und ist wohl geistig in den Siebzigern hängengeblieben, wo das Ganze noch neu und aufregend war. Und was seine allgemeinen Besetzungs-Wünsche angeht, nun ja:

Milla Jovovich als Mylady ist bei Weitem öfter zu sehen als die Musketiere, und gepaart mit dieser absolut lausigen Synchronstimme und ihrem unentwegt nervigen Mädchen-Augenaufschlag wird es erst richtig lächerlich, wenn sie in Matrix-Manier Fallen überwindet oder im Handumdrehen vier schwerbewaffnete Männer erledigt. Man kann in einigen Szenen auch genau sehen, warum Anderson sie in dieser Rolle haben wollte - im dünnen Kleidchen auf einer Statue über den Dächern von Paris... Dann ist da noch Christoph Waltz als Kardinal Richelieu - auch nicht gerade eine Traumbesetzung, auch wenn er dieses hintergründig-schleimige gut rüberbringt. Richtig nervig wird es allerdings erst mit Freddie Fox als König und James Corden als Planchet, der Handlanger der Musketiere (beide offenkundig als Running Gag für die pubertierenden Zuschauermassen konzipiert, und beide so abartig schlecht, dass es einem zu den Ohren wieder rauskommen will). Und was Til Schweiger in dem Film verloren hat, kann auch keiner sagen...

Der Pluspunkt des Films: Es geht Einiges kaputt. Die Actionszenen, sofern sie nicht mit 3D-Effekten und Computeranimationen überladen sind, sind ganz ansehnlich. Vor allem die Kampfszenen gefallen mir ganz gut - auch wenn die Leute ihre Degen handhaben, als wären es Samuraischwerter. Und im Grunde sind die drei originalen Musketiere (also abzüglich D'Artagnan - der ist ein Problem für sich) sehr ansehnliche und sympathische Charaktere, bei denen der Film auch mal ein bisschen Spaß macht. Highlight ist natürlich der obligatorische Showdown zwischen D'Artagnan und Rochefort, auf dem Dach einer Kathedrale (offensichtlich inspiriert von "The Crow").

Wo wir gerade dabei sind: Wieviel jetzt von anderen Filmen geklaut wurde, mag ich jetzt alles gar nicht aufzählen. Da es sich hierbei sowieso schon um das x-te Remake eines bereits bestehenden (und guten) Films handelt, wundert einen kaum die Wiederverwertung diverser Szenen aus dem Film. Aber dann auch noch Elemente aus "Matrix", "Fluch der Karibik", "Herr der Ringe" und anderen bekannten Filmen der letzten Jahre reinzubringen, ist schon ziemlich dreist (als wenn das keiner merken würde). Originalität: Sechs, setzen!


Als Verfilmung von Dumas' "Die drei Musketiere" ist der Film eine Katastrophe. Als Film von Paul "Ich hatte noch Buchstaben übrig" Anderson noch einer der besseren, was allerdings keine Kunst ist. Als reiner Actionfilm für Leute, die sich von 3D und Computereffekten noch beeindrucken lassen, ist er annehmbar. Und für Leute wie mich, die absolut gar keine Erwartungen an den Film gestellt haben, doch eine angenehme Überraschung. Lasst das Hirn an der Kasse, stellt den Kopf auf Durchzug und genießt den Krawall! Aber gebt euch keinen Illusionen hin: Der Film mag besser sein als erwartet - aber er ist trotzdem noch schlecht!


4/10 Punkte

Donnerstag, 8. September 2011

Review: "The Final Destination (3D)" (2009)

Oder auch: "Wer Spannung will, schaue vorher NICHT den Trailer!"


Vor Kurzem kam Teil 5 der "Final Destination" Reihe in die Kinos. Und wie ich schon erwähnte, ist das womöglich einer der Höhepunkte des Kinosommers. Nicht, weil er sehr gut sein wird, sondern weil die Standards dieses Jahr einen absoluten Tiefpunkt erreicht haben. Im Gegensatz zu letztem Jahr, wo wir mit "A-Team", "The Expendables" und "Predators" drei absolute Spitzenfilme des Actionkinos hatten - sowie die absolut genialen Filme "Scott Pilgrim vs. the World" und "Inception" (nicht zwangsläufig in dieser Reihenfolge) - nein, in diesem Jahr versuchen durchschnittliche Filme wie "Sucker Punch", "Scream 4" und der immerhin recht unterhaltsame "Green Lantern" bei der Zuschauerschaft zu punkten. (Für Letzteren werde ich keine Review schreiben, weil es sich einfach nicht mehr lohnt, Reviews für 7-Punkte-Filme zu schreiben.)

Dass da jetzt noch ein "Final Destination" Teil rauskommt, passt irgendwie. Das gesamte Konzept der eigentlich recht innovativen Horrorreihe ist - man vergebe mir das Wortspiel - dermaßen zu Tode geritten worden, dass alles, was jetzt noch nachkommt, sich nur noch auf eines konzentriert: Wie sterben die Leute dieses Mal? Der vierte Teil - und auch der erste in 3D, wo wir schon mal dabei sind - funktioniert nach dem gleichen Schema.


*SPOILER*

Es sterben Leute.

*SPOILER ENDE*


Und zwar: Irgendein Mittzwanziger kriegt Visionen von einer ungeheuren Katastrophe und schafft es, sich und ein paar andere in Sicherheit zu bringen, bevor die Kacke richtig dampft. Das bringt ihnen nur nichts, denn der Tod (leider NICHT gesprochen von Christopher Lee!) ist in der Reihe eine rachsüchtige, fiese Mistsau. Er lässt sich allerhand einfallen, um die Überlebenden doch noch in die knochigen Finger zu bekommen, und diesen geht dann ordentlich die Muffe.

Bevor Missverständnisse auftreten: Der Tod ist in diesem Fall keine mystische Gestalt, sondern eine Aneinanderreihung von schrecklichen Unfällen, bei denen Fans der Serie "Dead Like Me" sofort die unsichtbaren Gravelings in Verdacht haben sollten. Im ersten Teil war es noch recht originell, aber auch deswegen, weil sich die Macher um James Wong mehr auf die Spannung und weniger auf die übernatürlichen Phänomene konzentrieren, die sich durch den Rest der Reihe ziehen. Im zweiten Teil ging es mehr ums Gemetzel, und da gab es schon einige Andeutungen zuviel vorher. Der dritte Teil machte aus den Vorahnungen Fotos, auf denen auf die Todesarten der jeweiligen Opfer noch dezent hingewiesen wird. Jetzt kommt der vierte Teil: Keine Andeutungen mehr, sondern der Holzhammer, der einem frontal die Todesarten ins Gesicht hämmert, noch bevor sie passieren. Denn: Warum nur Hinweise geben, die sogar ein Fünfjähriger verstehen würde, wenn wir nicht auch gleichzeitig noch von unseren überflüssigen 3D-Effekten Gebrauch machen könnten?

Nicht, dass diese Art von Foreshadowing mehr zunichte gemacht hätte, als nicht schon der Trailer geschafft hat: Die zwei Minuten, die in den Kinos vor den besseren Filmen liefen, haben bereits jede Einzelheit enthüllt. Das Schema, dessen sich die anderen Filme vorher bedient hatten, war nun dermaßen hinfällig, wobei man nach den ersten drei Teilen sowieso schon sagen kann: Die Szene mit dem gezwungen aufgebauten Spannungsbogen, den Gegenständen in Nahaufnahme, die möglicherweise... plus die nervenzerrende Musik, das alles wird definitiv NICHT zum Tod der betreffenden Person führen. Sondern irgendwas ganz Überraschendes danach. Ja, große Überraschung, wenn ihr im Trailer schon verratet, wie es ausgeht...

Warum ich so auf diesem Thema rumreite? Weil es an dem Film nichts Anderes gibt, was irgendwie interessant wäre. Die Darsteller? Nur dazu da, um später in Einzelteile und Kunstblut zu zerfallen. Die Handlung? Schwachsinn. Von Teil 1 bis Teil 4 immer wieder das Gleiche, nur mit anderen Sterbeszenen. Und eine Sache, die mich mittlerweile richtig wurmt, ist: Die meisten dieser Todesfälle kommen nur deswegen zustande, weil sich alle Beteiligten in diesem Film einen Dreck um Sicherheitsbestimmungen scheren. Und wenn es mal irgendwo Probleme gibt - denkt mal nicht, das interessiert auch nur eine Sau! Sogar am Schluss: Der Held weist noch daraufhin, dass da was nicht stimmt, und der Angesprochene: "Ja, klar, da kümmere ich mich gleich drum." Wenn ihr mich fragt, solche Typen sollten abkratzen! Wobei... wenn ich es mir recht überlege... vielleicht ist das ja der Tod persönlich? Irgendein dämlicher Bauarbeiter mit schwerem Gerät, das Leute töten kann, wenn man es nicht richtig handhabt, und der es dann aus der Hand legt und Mittagspause macht.

Pluspunkt: Der Film ist überraschend kurz. Liegt aber auch daran, dass er sich wirklich auf das Wesentliche konzentriert: Jede Menge Tote. Keine langweiligen Gespräche, keine großartigen Charakterentwicklungen, sogar die "handlungsrelevanten" Nachforschungen betreibt der Held zwischen zwei Szenen. Dann noch die Musik: Brian Tylers sehr rockiger Filmscore gemischt mit ein bis zwei netten Songs (am Anfang beim Nascar-Rennen läuft "Devour" von Shinedown - für Metaller ein Titel, den man sich mal merken kann, geht in Richtung Disturbed und Papa Roach). Und dann noch die für die Kinoszene geklaute Sequenz aus "Tödliche Weihnachten" - ich denke mal, eine größere Explosion hätten sie sonst nirgendwo kriegen können...


Fazit: Nicht der Rede wert. Leute, die sich für 3D-Effekte begeistern und gerne sehen, wie andere Leute effektvoll und logikfrei übern Jordan gehen, können ruhig mal einen Blick riskieren. Aber andere Leute, die diese ganzen Splatterfilme eh satt haben, brauchen sich damit nicht zu belasten. Schaut lieber Teil 1 nochmal, der war wenigstens innovativ.


5/10 Punkte

Sonntag, 7. August 2011

Review: "The Warrior's Way" (2010)

Ihr kennt doch sicher das alte Streitgespräch: Was ist besser? Ninjas oder Piraten? Oder Cowboys? ODer doch Samurai? Ich glaube, die Macher dieses Films hatten sich da ihre eigenen Gedanken darüber gemacht und sie umzusetzen versucht. Und wenn man sich alleine die Prämisse dieses Films ansieht, dann muss man schon ein echter Vollpfosten sein, um das in den Sand zu setzen. Na ja gut, das Experiment "Indianer gegen Wikinger" von Marcus Nispel (demnächst mit der neuen "Conan"-Verfilmung am Start) war auch nicht sonderlich von Erfolg gekrönt. Aber sein Stil ist, genau wie der von Zack Snyder, gewöhnungsbedürftig.

Um ihn geht es hier ja nichtg, sondern um Sngmoo Lee. "Um wen?", werden viele zu Recht fragen. Und ich kann diese Frage auch nicht so ohne Weiteres beantworten. Sngmoo Lee ist der Regisseur von "A Warrior's Way", und laut IMDB ist das sein allererster Film. Man weiß nicht einmal, wo er herkommt (ich tippe auf Korea). Auch der Hauptdarsteller Dong-gun Jang ist in Hollywood ein unbeschriebenes Blatt, macht aber den Eindruck, er wäre ein alter Bekannter.

Doch zuerst zum Plot: Asiatischer Schwertmeister (und er ist wirklich der beste Schwertkämpfer aller Zeiten) landet im Wilden Westen. Zuvor hat er im fernen Osten einen gegnerischen Clan bis auf den letzten Mann umgebrachr. Beziehungsweise bis auf das letzte Mädchen - ein Baby, das er fortan einfach mitnimmt. Sein eigener Clan ruft "Verrat" und schickt Hundertschaften von Killern hinter ihm her, die eine Mischung aus Ninjas, Samurai, den drei "Stürmen" aus "Big Trouble in Little China" und Darth Vader sind. Angeführt von seinem alten Mentor (bei dem man sofort weiß: Er ist der Endgegner) jagen sie ihn bis in eine staubige Westernstadt, die von einem Zirkus bewohnt wird.

Dort verdingt er sich als Wäschereibetreiber, trifft auf eine Messerwerferin (Kate Bosworth, Lois Lane aus "Superman Returns"), einen alten Revolverhelden (Geoffrey Rush, vor kurzem noch Oscar-nominiert für "The King's Speech"), einen Zwerg namens 8-Ball und diverse Clowns. Irgendwann fallen dann hordenweise Banditen ein, angeführt vom Colonel (Danny Huston, die unbeliebte Drecksau in vielen Comic-Verfilmungen und Actionfilmen wie "Wolverine" und "Kampf der Titanen"). Mit dem Colonel hat die Messerwerferin noch eine Rechnung offen, der Rest ist mehr oder weniger Jeder gegen Jeden.

Und das ziemlich blutig. Eastern-Schwertkamfaction mit zahlreichen Todesopfern und Anleihen an den ganzen Anime-Quatsch trifft auf Wildwest-Romantik und böse Buben mit schweren Kanonen. Und in dieser Hinsicht hat der Film mehrere Stärken. Die erste ist sein Hauptcharakter. Der Schwertmeister metzelt sich durch zahlenmäßig weit überlegene Gegnerhorden, ohne auch nur eine Miene zu verziehen. Was bei Steven Seagal mangelnde schauspielerische Qualitäten ist, ist hier allerdings volle Absicht. Viel Inspiration erhielt der Film aber auch durch "Shang-High Noon", wo Jackie Chan ähnlich turbulent im Wilden Westen landet und sich anpassen muss. Dort war allerdings Komödie angesagt, hier regiert Action.

Denn der Film ist nicht zimperlich. Zugegeben, die Gewaltdarstellung hält sich im Vergleich zu "Kill Bill" noch in Grenzen, aber alleine der Colonel mit seinen pädophilen Neigungen verdient die "Ab 18" Wertung der FSK. Blut fließt hier trotzdem noch reichlich, und in der finalen Schlacht, wo die Samurai-Ninjas auf die Banditen treffen (fliegende Schwertkämpfer gegen Gewehre und Gatlings) läuft der Bodycount ganz schon aus dem Ruder. Und wie es sich für einen solchen Film gehört, gibt es auch einen guten "Mano a Mano" Showdown.

Nur am Ende drehen die Koreaner wieder durch. Wildes Geschneide mit dem Filmmaterial, undurchsichtige Montage, und schließlich ein nicht wirklich so zu nennendes Happy End. Mehr will ich vom Ende auch nicht verraten, aber das ist auch der einzige Grund, warum für diesen Film keine 10/10 Punkte drin sind. Der Rest war qualitativ top. Nennt mich ruhig voreingenommen, wenn es hier um einen Schwertmeister geht, aber alleine dieses Westernszenario mit entsprechenden Eastern-Elementen, einer exzellenten Nebenbesetzung, reichlich Humor und fulimanter Action - so muss ein Unterhaltungsfilm sein!


9/10 Punkte

Meine neue Wohnung

Endlich geschafft! Nicht der Einzug, nicht die Eingewöhnung (die ersten zwei Monate in dieser Wohnung waren ja schon toll, abgesehen vom Putzen), auch nicht die PC-Umrüstung (noch ganz abgeschlossen ist sie ja nicht). Sondern endlich die fotografische Dokumentation. Es gibt jetzt endlich Bilder davon!




Mein Wohnzimmer. Das Herz und die Kommandozentrale meiner Wohnung, ach, meines ganzen Reichs. Hier passiert alles: Rollenspielsitzungen, Videoabende, gemütliches Beisammensein, Alkoholexzesse... den Rest könnt ihr euch denken. Wichtig ist hier: Die Sitzecke hat nahezu allen Komfort, den man hier braucht und wünscht. Der kleine Rollschrank z. B. neben der Couch beinhaltet meine Hausbar und die Süßigkeiten. Man muss also bis zum Schnaps nicht weit laufen.

Ach ja, nebenbei sieht man ja auch viel Grün, wenn man aus dem Fenster sieht. Ich wohne eigentlich am Rand einer sehr ruhigen Wohngegend, allerdings wird die Westseite dieses Ortes dominiert von der Straße, die von der Innenstadt zur Autobahn führt. Also man merkt schon, dass man hier nicht auf dem Land wohnt (abgesehen von den vier Stockwerken Höhe...)




Hier nochmal die andere Seite der Sitzecke mit auch einem der großen Vorzüge dieser Wohnung: die Tür zum Balkon. Im Grunde die Raucherlounge für meine Elotern und alle anderen nicotin-abhängigen Besucher, aber wenn man sich nach getaner Arbeit abends mit einem Gläschen Wein auf den Balkon setzt und in den Sonnenuntergang blickt... dann war es die Sache doch wert.

(Den Balkon habe ich leider vergessen zu fotografieren)



Ja, meine Wohnung ist cool - sie hat sogar Schwerter an der Wand. ;)



Das ist das typische Chaos bei mir. ICh meine, ich sitze dort jeden Tag und mache alles: Blog schreiben, Musik hören, Filme schauen, natürlich auch das ein oder andere Spiel (wer genau hinsieht, merkt meine Vorzüge bei Computerspielen recht schnell). Dahinter, so halb verborgen durch den Stuhl, der Stolz meiner Wohnung: die DVD-Sammlung. Auch wenn vielleicht Lee Majors nicht unbedingt das ist, was den größten Eindruck in dieser Sammlung hinterlassen sollte...



Zum Badezimmer muss man nicht viel sagen. Klein, aber fein. Dieser Duschvorhang war auch etwas, das ich unbedingt haben wollte (jetzt vom Motiv her, nicht allgemein).




Und hier liegt alles Lebensnotwendige. Ausnahmsweise ist die Küche mal aufgeräumt, aber die bedauernswerten Überreste meiner Petersilienzucht werden demnächst auch würdevoll bestattet.


Was noch fehlt, ist das Schlafzimmer, aber das mag ich auch ungern zeigen. Denn neben Bett und Kleiderschranbk ist der Raum als Lager und Trainingsraum konzipiert, bis ich andere Mittel und Wege gefunden habe, mein Zeug unterzubringen. Also selbst wenn ich davon ein Foto zeigen würde, viel zu sehen ist darauf nicht.


Tja, das ist sie - meine erste eigene Wohnung. Ich genieße das Leben dort richtig, gehe so gut wie nie aus, habe dort wirklich alles, was ich brauche. Und von dem Gehalt in meiner Firma, gerade bei dem Mietpreis, kann man auch wirklich gut dort leben. Besucht mich doch mal ruhig, wenn ihr wollt!