Sein Abenteuer auf der fernen Insel ist beendet, doch die Sage geht weiter. Er muss sich nun der schwersten aller Prüfungen stellen, um zu beweisen, dass er die Feder genauso gut beherrscht wie die Klinge. Doch zwischenzeitlich rief ihn das Schicksal auf eine andere Insel, belagert von untoten Kreaturen und einer intriganten Handelsfamilie. Mehr darüber demnächst...

Sonntag, 12. Mai 2013

Review: "Hänsel & Gretel - Hexenjäger" (2013)

Oder auch: "Wie, der Film ist ab 16???"


 Es ist erstaunlich: Nach "Abraham Lincoln: Vampirjäger" ist dies nun der zweite Versuch, eine klassische Vorlage in einen hippen, modernen Fantasy-Actionkracher zu verwandeln. Immerhin ist die Idee unseres heutigen Films nicht ganz so weit hergeholt wie die Idee, den Präsidenten der USA mit einer silbernen Axt Jagd auf Blutsauger machen zu lassen, die für die Südstaaten den Bürgerkrieg gewinnen wollen. Immerhin setzt der Film dort an, wo das Märchen der Gebrüder Grimm aufhörte - allerdings in einer Mischung aus "Brothers Grimm" von Terry Gilliam und "Van Helsing", mit einem Grad der Gewaltdarstellung, bei dem ich mich frage: Wenn dieser Film ab 16 ist, warum gibt es dann im Fernsehen keine ungeschnittene Fassung von "Blade"?

Ach ja, wegen der Werbepausen...



Der Plot

Die Geschichte von Hänsel und Gretel ist ja allgemein bekannt, hier die Kurzfassung: Die beiden werden als Kinder im Wald ausgesetzt, irren hilflos umher und finden dann ein Haus aus Kuchen, das einer Hexe gehört. Diese Hexe frisst Kinder und will sich auch die beiden Knirpse einverleiben - mächtig großer Fehler. Dies wird auch in diesem Film abgehandelt - in den ersten fünf Minuten. Mehrere Jahre später sind Hänsel und Gretel erwachsen und verdienen ihr Geld als Kopfgeldjäger, die sich auf Hexen spezialisiert haben. In Augsburg bekommen sie einen dicken Auftrag, als dort mehrere Kinder entführt werden  - doch sie kriegen es dann mit einer richtig fiesen Hexe samt Anhang zu tun.


Die Darsteller

Von Anfang bis Ende sauber besetzt. Gemma Arterton als Gretel und Jeremy Renner als Hänsel machen richtig Laune,wobei mir Renner sogar besser gefällt (der hat sich seit "SWAT" richtig gut gemacht). Famke Janssen als - SPOILER!!! - Oberhexe hat auch merklich Spaß und ist fast genauso fies wie damals in "GoldenEye". Außerdem spielt Peter Stormare eine Rolle, die mich frappierend an "Brothers Grimm" erinnert. Die übrigen Darsteller sind zum größten Teil aus Norwegen rekrutiert - auffallend, weil auffallend hübsch, ist da Pihla Viitala als Mina.


Die Stärken

Hier stimmt fast alles. Hänsel und Gretel gehen ihre Arbeit sardonisch, aber konsequent an und zerlegen dutzendweise Hexenviecher. Der Film nicht sich nicht sonderlich ernst, das macht schon einen Großteil der Action aus. Das Design der Waffen alleine reicht für Ideen bei diversen Rollenspielsitzungen und würde Stephen Sommers vor Neid erblassen lassen. Sogar die Musik stimmt - rockig, düster und von Hans Zimmer produziert. Allerdings sollte man sich klar machen, von Anfang an, dass der Film überhaupt nichts für Kinder ist.


Die Schwächen

Ja, auch dieser Film hat welche, wenn auch minimal. Was mich überhaupt nicht stört, ist, dass der Film keine Tiefe hat - es ist ein Unterhaltungsfilm. Ein bisschen monieren muss ich die Kameraführung in manchen Kampfszenen. Ja, es ist heutzutage leider selbstverständlich, Schnitte im Sekundentakt und verwackelte Handkameras einzusetzen, da es sonst dem ADHS-Publikum zu langweilig wird. An mancher Stelle neigten aber die Macher etwas zur Übertreibung. Trotzdem, bei diesem Film kann ich es eher verschmerzen, weil doch die wichtigsten Dinge zu erkennen sind und der Film von sich aus einfach nur Laune macht.


Größter Spaßfaktor

Junge, Junge, gibt es am Schluss aufs Maul!


Fazit

Ich mag "Van Helsing". Ich mag "Blade". Und auch "Brothers Grimm" hatte seine positiven Seiten. Auf jeden Fall hat dieser Film eine ganze Menge richtig gemacht und mich von Minute 1 an blendend unterhalten. Puristen und Kinder sollten diesem Film fern bleiben, aber für Fans leichter, kurzweiliger Abendunterhaltung genau das Richtige. "Hänsel und Gretel - Hexenjäger" hat das geschafft, wobei "Priest" leider etwas versagt hat: Spaß und Spannung bis zum Schluss.


Bewertung
9/10 Punkte

Sonntag, 7. April 2013

Was zum Teufel war das???

Dies wird dieses Mal keine Review. Nur ein paar Gedanken zu dem Film, den ich gerade gesehen habe. Eine Kritik dazu abzugeben ist für mich nahezu unmöglich.

Ich nenne nur mal einige Elemente dieses Films: Eine Droge namens "Soja-Soße", mit der Menschen anscheinend durch Zeit, Raum und Dimensionen hin- und herspringen können. Ein junges, chaotisches Duo, frisch aus dem College, das sich mit Hilfe schwerer Bewaffnung mit diversen Viehzeug wie in "Supernatural" anlegt. Ein autofahrender Hund, ein Hotdog als Telefon und Clancy "Kurgan" Brown als halbseidener Lebenshilfe-Prediger, der übers Telefon einen Dämon zerfetzt. Den Jamaikaner, der sich Robert Marley nennt, hätte ich jetzt beinahe vergessen.

Die Rede ist von "John Dies At The End" (2012) - der Regisseur dreht zuvor "Beastmaster", "Bubba Ho-Tep"und die "Phantasm"-Reihe.


Für Leute, denen "Memento" zu geradlinig und "Repo Man" (1984) zu ernst war... Worum es geht? Keine Ahnung! Bewertung ist nicht möglich, aber werft einen Blick darauf!

Samstag, 9. März 2013

Review: "Die Logan Verschwörung" (2012)

"Ich will da nur mal kurz reinschauen, ob der Film was taugt..." Ein Gedanke, der mir in letzter Zeit öfters kam und meistens zu einem von zwei Endergebnissen führt: Ich schaue mir die ersten fünf Minuten an, denke "Joah, ganz nett" und nehme mir vor, ihn später zu Ende zu sehen... was bislang nie passiert ist. Das zweite und eher seltenere Endergebnis: Ich bleibe von Anfang bis Ende am Film hängen, vergesse die Zeit und sämtliche Verabredungen und komme entsprechend zwei Stunden zu allem zu spät.

Zu letzterer Kategorie zählt der heutige Film.


Der Plot

Ben Logan, Angestellter in einer Firma, die Sicherheitssysteme herstellt (u.a. Retinascanner und Codeschlösser, die von namhaften Geheimdiensten verwendet werden), kommt eines Tages in sein Büro und stellt fest, dass der ganze Standort vollkommen leer ist - als hätte seine Firma nie existiert. Bankkonto und Emails sind gelöscht, sein Arbeitgeber leugnet jegliche Existenz seiner Zweigstelle und Kenntnis darüber, dass er dort gearbeitet hat. Das ist nur der Beginn eines Albtraums, in dem er und seine Teenager-Tochter von Killern gejagt werden und herauszufinden versuchen, was hinter allem steckt.


Die Darsteller

In der Hauptrolle spielt Aaron Eckart einen sympathischen, wenn auch schusseligen Familienvater mit düsteren Geheimnissen - gute Besetzung, die es versteht, den gesamten Film zu tragen und in seiner Rolle auch überzeugend wirkt. Auf der anderen Seite Olga Kurylenko, bei der ich lustigerweise ständig an ihre Rolle aus "Centurion" denken muss - mehr will ich aber auch nicht verraten; wer den Film kennt und diesen sieht, wird die Anspielung hoffentlich verstehen. Außerdem noch dabei: Liana Liberato als Bens Tochter Amy - im Film ein typisches hormongesteuertes, kleines Miststück, aber vom Aussehen her sind Parallelen zu Mary Elizabeth Winstead als Lucy McClane in "Stirb Langsam 4.0" nicht zu leugnen.


Stärken

Das ist einfach gesagt: Der Film ist sauspannend. Bis man herausfindet, worum es eigentlich geht und wer welche Rolle in der ganzen Sache hat, ist man gut beschäftigt. Dazwischen einige satte Actionszenen - nicht auf dem überzogenen Niveau eines "96 Hours", sondern stark auf Realismus getrimmt und umso wirkungsvoller, da der Film nicht zur Gänze auf ihnen aufbaut.


Schwächen

Leider lässt die Action mit dem späteren Film nach - wer also einen adrenalingeladenen Showdown erwartet, den will ich schon mal vorwarnen. Dennoch, das Ende ist eines von der Sorte, bei der man die Faust heben und "Yippie-ka-yeah, Schweinebacke!" rufen will.


Größtes Problem

Verschwörungsthriller offenbaren bei genauerem Hinsehen immer irgendwelche Schwachstellen, meistens in der Logik. "Die Logan Verschwörung" ist in dieser Hinsicht keine Ausnahme, auch wenn man den Film trotzdem genießen kann. Denkt man genauer darüber nach, wird man sich fragen, welche Motivation manche Charaktere für ihre Handlungen haben. Auch dies ist ein Punkt, bei dem ich nicht näher ins Detail gehen kann, ohne groß zu spoilern. Soviel sei gesagt: Schaut euch Olga Kurylenko, die weibliche Hauptrolle in dem Film, von Anfang bis Ende an und versucht zu ergründen, was ihre eigentlichen Ziele sind. Gleiches gilt übrigens für die Oberschurken, die zwar oberflächlich durchaus verständliche Motive haben, aber gerade gegen Ende so klischeehaft arrogant und unsympathisch werden, dass ich den Verdacht habe, die Macher wollten mit Gewalt die Emotionen der Zuschauer in eine ganz bestimmte Richtung dirigieren. Na ja, das sind jedenfalls Kleinigkeiten, die manchen sehr engagierten Zuschauer an dem Film nerven könnte... mir hat er trotzdem gefallen.


Fazit

Meine erste Befürchtung war, dass der Film so ein Reinfall wird wie "Hanna - Wer bist du?". Stattdessen hatte dieser Film eine ähnliche Wirkung wie "Unknown Identity" oder auch John Woos "Paycheck" - man kann die Paranoia der Hauptfigur mitfühlen und fiebert bis zum Ende der Auflösung dieses Thrillers entgegen. Und mal ehrlich: Wenn es ein Film schafft, mich beim ersten Reinsehen bis zum Ende zu fesseln, dann kann er nicht schlecht sein. Riskiert einen Blick, der ist es wert!



Bewertung
8/10 Punkte

Donnerstag, 28. Februar 2013

Review: "Die Hüter des Lichts" (2012)

Seit dem ersten "Shrek" weiß man, dass von Dreamworks Animation einiges zu erwarten ist, wenn es um Filme geht. Das Studio, dass uns in den letzten Jahren mit Werken wie "Drachenzähmen Leicht Gemacht", "Kung Fu Panda", "Monsters vs Aliens", "Ab durch die Hecke" und "Madagaskar" versorgt hat, hat nun im letzten Jahr u. a. einen Film rausgebracht, der - zufällig oder mit voller Absicht - ein bisschen auf der großen "Avengers" Welle mitsurft. Dabei ist der Film allerdings auch deutlich familienfreundlicher - im Guten wie im Schlechten


Der Plot

Es fängt bei den Hütern an: Der Weihnachtsmann, der Osterhase, die Zahnfee und das Sandmännchen haben eine Allianz gebildet, um alle Kinder dieser Welt zu beschützen. Jetzt müssen sie gegen den größten Feind antreten, mit dem sie es jemals zu tun hatten: den Schwarzen Mann. Um gegen ihn zu bestehen, wird ein neuer Hüter angeworben: Jack Frost, der allerdings mehr ein Kindskopf ohne Verantwortungsgefühl ist...


Die Darsteller

Das ist bei einem Animationsfilm etwas viel gesagt, in diesem Fall sind es eher die Sprecher. Und zwar hauptsächlich im Originalton, wo namhafte Schauspieler wie Alec Baldwin (der Weihnachtsmann), Hugh Jackman (Osterhase), Chris Pine (Jack Frost) und Jude Law (der Schwarze Mann) ihre Stimmen hergeben. Die Besetzung fällt im Deutschen eher mau aus, da deutsche Synchronstudios dazu neigen, bei Animationsfilmen talentfreie deutsche Möchtegern-Schauspieler ans Mikro zu lassen - Leute, die man zumeist aus Daily Soaps kennt. Einzige Ausnahme im Deutschen bildet die Stimme des Weihnachtsmanns, der von der gleichen Person gesprochen wird wie Dr. House.


Stärken

Die Ähnlichkeit mit "Avengers" ist unverkennbar - auch hier spielt die Zusammenarbeit der einzelnen Helden mit ihren Eigenheiten und Stärken eine große Rolle. Jede der Hauptfiguren hat liebenswerte Eigenschaften und ist außerdem ein leicht komödiantischer Blick auf die Vorbilder (in dieser Hinsicht ist der Weihnachtsmann mit seinen Tätowierungen "Naughty" und "Nice" ein großartiger Einstieg).
Der Film hat trotz der Prämisse nicht ganz soviel Action zu bieten - was in diesem Fall allerdings von Vorteil ist. Humorvolle Szenen und Actionpassagen geben sich die Waage, lassen aber auch genug Zeit, die Charaktere und den Hintergrund kennenzulernen. Aber wenn es mal zur Sache geht, dann richtig!


Schwächen

Man sollte den Film tunlichst im englischen Original sehen - die deutsche Fassung leidet an der wie oben erwähnten mangelhaften Sprecherbesetzung. Besonders Florian David Fitz, der im Deutschen die Stimme von Jack Frost und somit der Hauptfigur ist, geht einem nach einer Weile ziemlich auf den Keks. Ganz ehrlich, wer trainiert diese Leute eigentlich? Noch schlimmer fällt das beim Osterhasen auf - dieser Sprecher hatte insgesamt nur zwei Synchronrollen: diese und Adam Sandler in "Waterboy - Der Typ mit dem Wasserschaden". Und in Letzterem hat mich die Stimme auch unheimlich genervt.
Der Film hat auch die Schwächen eines Kinderfilms. Nein, es wird nicht gesungen, keine Angst! Aber die typischen Elemente, die man ständig in Disneyfilmen sieht, sind auch hier vorhanden: Der Held lernt Freundschaft und Verantwortung kennen, findet zu sich selbst und seinen wahren Lebenszweck und stellt fest, dass er im Grunde schon immer ein Held war.


Größter Spaßfaktor

Alleine schon für Hugh Jackman als australischer Osterhase mit Bumerangs und einer grummeligen Einstellung lohnt sich der Film. Aber eben nur im O-Ton! Aber auch das Sandmännchen ist ein großartiger Charakter - mit dem man sich tunlichst nicht anlegen sollte. Auf die Gehilfen des Weihnachtsmannes sollte man auch achten - auch wenn die Elfen auf der gleichen Schiene mitzufahren versuchen wie die Minions aus "Ich - Einfach Unverbesserlich", aber lange nicht an ihre Vorbilder ranreichen.


Fazit

Für die ganze Familie geeignet. Ich habe mir vielleicht ein bisschen viel von dem Film versprochen, aber er hat mich wirklich gut unterhalten und die richtige Mischung aus Witz und Action geboten. Ich empfehle den Film für den Ostersonntag - da kann man nachmittags gut Kaffee und Kuchen dazu haben. Außerdem passt er dort thematisch.




Bewertung
8/10 Punkte

Samstag, 23. Februar 2013

Review: "The Last Stand" (2013)


Arnold Schwarzenegger... was hat er sich nur dabei gedacht? Warum war sein lange ersehnter größerer Auftritt in "Expendables 2" so kurz? Welcher Teufel hat ihn geritten, anstelle in der Fortsetzung des größten Actionfilms seit "Stirb Langsam" in irgendeinem anderen Film die Hauptrolle zu spielen - einem Film, der zudem das Hollywood-Debüt eines durchgeknallten Koreaners ist und zu seiner Nebenbesetzung Johnny "Jackass" Knoxville zählt?

Tja, sehen wir es uns mal an...


Der Plot

Ein Drogenbaron rast in einem speziell aufpolierten Rennwagen erster Klasse auf die mexikanische Grenze zu, das FBI dicht auf den Fersen. Sein Weg über die Grenze führt durch eine kleine staubige Stadt, in der Schwarzenegger den gutmütigen, aber kampferprobten Sheriff spielt. Und dieser muss nun in John-Wayne-Manier sein Revier sauber halten.


Die Darsteller

Ich bin ja versucht zu schreiben: Wen interessierts? Aber neben Arnold Schwarzenegger verbergen sich auch noch einige bekannte und weniger bekannte, dafür aber sympathische Darsteller in diesem Film. Zu den Bekannten zählen Forest Whitaker als FBI-Agent auf der Jagd nach dem Drogenbaron, Luis Guzman als Hilfssheriff sowie Peter Stormare... mehr so auf der anderen Seite. Außerdem wie schon erwähnt Johnny Knoxville, von dem man annehmen darf, dass er seine Stunts selber durchgeführt hat, und in einer winzigen Nebenrolle Sonny Landham, der mit Arnold schon "Predator" gedreht hat (er war der Indianer Billy). Weniger bekannt, aber durchaus sehenswert sind Jaimie Alexander als Sarah (weiterer Hilfssheriff) und Mathew Greer als Sam. Und der Oberschurke, gespielt von Eduardo Noriega, ist auch gut besetzt.


Stärken

Es ist ein Actionfilm. Aber nicht durch und durch. Bis der richtige Teil losgeht, auf den wir gewartet haben, vergeht noch einige Zeit. Genug, um die Charaktere einzuführen, ein bisschen Spaß zu haben...Zugegeben, Charakterentwicklung war noch nie Arnies Stärke und ist es auch in diesem Film nicht. Aber die Spannungskurve wird wenigstens nicht pausenlos von sinnlosem Liebesgedudel unten gehalten.
Und wenn es dann mal losgeht - gut, "Expendables" ist der Film nicht. Er hat mehr Anleihen an Western wie "Rio Bravo" als an Filme mit Chuck Norris. Aber auch das sehe ich als Stärke. Der Shootout, bei dem es dann zur Sache geht, ist gut gefilmt und macht Spaß.
Und alle Szenen mit dem Auto erinnern mich wieder daran, warum ich damals so gerne "Knight Rider" geguckt habe...


Schwächen

Darf ich spoilern? Johnny Knoxville überlebt.


Größter Spaßfaktor

Um einmal den Trailer zu zitieren: "Na, Sheriff, wie fühlen Sie sich?" "Alt." Das ist das Gefühl, das unser Terminator im ganzen Film verbreitet. Er ist nicht länger der stoische Actionheld, der im Alleingang die bösen Buben plattmacht; für diesen Part ist er mittlerweile deutlich zu alt und zu dick geworden. Man kauft ihm den alternden Provinzsheriff, der sich nur Ruhe und Frieden wünscht, auf Anhieb ab - das macht ihn zwar zu einem wandelnden Klischee, aber eben auch glaubhafter und liebenswürdiger. Übrigens ist das genau diese Art von Rolle, an der Sylvester Stallone in "Cop Land" gescheitert ist...


Fazit

Der Film ist nichts für meine Mutter. Aber für dieses JAhr, in dem man einige guter Actionfilme erwarten kann, war das ein prima Startschuss. "Need for Speed" trifft auf "12 Uhr Mittags", gemischt mit Schwarzenegger-Action - was kann da groß schief gehen?




Bewertung
9/10 Punkte

Dienstag, 29. Januar 2013

Review: "Skyfall" (2012)

Bevor ich zu meiner heutigen Kritik komme, noch ein Kommentar zu einer Nachricht, die vor Kurzem über IMDB geisterte: Der Regisseur des neuen "Star Wars" Films wurde bekannt gegeben - es ist J. J. Abrams.
Hiermit erkläre ich das "Star Wars" Franchise offiziell für tot...


Wer meinen Blog aufmerksam gelesen hat (besonders im Februar letzten Jahres), der weiß, wie ich zu James Bond stehe. Der letzte Film "Quantum of Solace" war ein ziemlicher Reinfall, ausgelöst durch diesen Massenhype auf die Bourne-Trilogie. Als ich dann die Meldungen und die Besetzungs- sowie Stabliste bei IMDB für den kommenden Bond Nummer 23 verfolgte, gab es gute wie schlechte Nachrichten.

Eine von den guten Nachrichten: Stuart Baird übernahm den Schnitt des Films. Jemand, der im Action-Genre soviel Erfahrung hat wie er (Lethal Weapon, Superman, Stirb Langsam 2, Legende des Zorro und der letzte GUTE James Bond Film "Casino Royale") würde daraus kein Schnittmassaker machen wie seine Vorgänger bei... ihr wisst schon.

Schlechte Nachricht: David Arnold überlässt den Platz als Filmmusik-Komponist Thomas Newman - und wenn jemand wie ich, dessen Schrank und Festplatte durch Werke von Hans Zimmer und Jerry Goldsmith überquellen, das für eine schlechte Nachricht hält, dann könnt ihr euch denken, warum. Die Newmans, eine Familie von Fahrstuhl-Musik-Komponisten, die regelmäßig von Disney für irgendwelche Animationsfilme mit Gesangseinlagen angeheuert werden (einzige Ausnahme: David Newman, der seiner Filmografie wenigstens Werke wie "Serenity" oder "Galaxy Quest" sowie den unterschätzten Klassiker "Airborne - Flügel aus Stahl" hinzufügen konnte), haben in dem Genre Action bisher wenig zu melden gehabt. Sieht man sich die Karriere von Thomas Newman an, findet man so Filme wie "Erin Brokovich", "Der Pferdeflüsterer", "Grüne Tomaten"...

Aber was war denn auch groß zu erwarten, wenn man einen Regisseur anheuert, der einen Oscar für "American Beauty" bekam und davon auch seine halbe Crew mitnahm, um etwas zu tun, was er noch nie getan hatte: einen Actionfilm zu drehen. Ja, auch Sam Mendes hatte, wie sein Vorgänger Marc Forster (der übrigens Deutscher ist, was der Liste von Gründen, warum er keine Regie bei einem Bondfilm übernehmen sollte, noch einen weiteren Grund hinzufügt) keinerlei Actionfilme im Resümee - was dem am Nächsten kommt, ist der Gangsterfilm "Road to Perdition" und das Kriegsdrama "Jarhead". Meine Skepsis hatte sich bis zum Start des Films gesund gehalten.



Der Plot

Der britische Geheimdienst MI6 wird von Terroranschlägen heimgesucht, und jemand veröffentlicht eine Liste mit den Namen von verdeckt ermittelnden Geheimagenten im Internet. Die Spur führt zu einem ehemaligen Agenten namens Silva (Javier Bardem), der auf einem persönlichen Rachefeldzug gegen M (Judi Dench) voranschreitet. James Bond (Daniel Craig), der vor Kurzem in einem missglückten Einsatz angeschossen und für tot erklärt wurde, kehrt zurück und versucht, dem Schurken das Handwerk zu legen.


Die Darsteller

Daniel Craig macht seine Sache wie immer gut als 007 - das bislang Beste an den drei vergangenen Filmen ist seine ernste, aber auch stellenweise süffisante Interpretation der Hauptfigur. Hinzu kommen jetzt noch ein paar neue Darsteller: Zu Javier Bardem als Oberschurken sage ich später noch was. Da wäre noch Ralph Fiennes als Gareth Mallory, Verteidigungsminister, der eine deutlich größere Rolle hat, als man erwarten würde (aber das würde zuviel spoilern). Auf der Frauenseite gibt es Naomie Harris als Eve - kurzzeitige Partnerin von 007 - sowie Bérénice Marlohe als Gespielin des Bösen (man weiß ja allgemein, wie sowas endet). Der größte Neuzugang dürfte Ben Whishaw als Geheimdienst-Tüftler Q sein - starke, sympathische Leistung mit sehr viel Humor.


Stärken

Die Stärken des Films sind relativ schnell abgehakt: Kameraführung und Schnitt sind brilliant - genau das, was ich zu sehen gehofft hatte. Es gibt einige hervorragend choreographierte Actionszenen, wobei am Meisten die Anfangsszene hervorstechen dürfte. Ja, wenn man einen Profi an die Kamera lässt, verliert man auch bei einer zehnminütigen Verfolgungsjagd nicht mehr die Übersicht.
Eine weitere große Stärke des Films sind die Referenzen zu alten Bond-Filmen. Ich sage nur: Aston Martin. Aber Q und die altbekannte Walther PPK gehören ebenfalls dazu.


Schwächen

Das könnte jetzt etwas länger dauern. Meine Erwartungen wurden sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht erfüllt: Thomas Newmans Filmmusik ging mir schon bei der Anfangssequenz ziemlich auf die Nerven. Mag ja sein, dass der Film in Istanbul spielt, aber dieses vor sich hin plätschernde Ethno-Gedudel während einer Verfolgungsjagd, bis er fünf Minuten später mal auf die Idee kommt, einen Gang höher zu schalten und die James-Bond-Melodie mal anzuspielen. Danach ist mir die Musik gar nicht weiter aufgefallen - für mich, der immer auf sowas achtet, ein schlechtes Zeichen. Umso schlimmer, da die Idioten von der Academy eine Oscar-Nominierung für diesen Käse ausgesprochen haben.

Dann das Drehbuch. Ich komme immer noch nicht darüber hinweg, dass die heutigen Macher unbedingt etwas Eigenes daraus machen wollen, und sie versuchen, in James Bond mehr Realismus, mehr Charakterentwicklung und mehr emotionale Tiefe reinzubringen. Gerade deswegen wurde wohl Sam Mendes ausgewählt. Leute, sucht euch gefälligst was Eigenes, aber lasst James Bond damit in Ruhe! In den letzten zwei Filmen war er damit beschäftigt, sich einen Namen in der 00-Abteilung zu machen, da er dort gerade erst anfing - um dann im zweiten Film auf einen Rachefeldzug zu gehen, den man schon besser in "Licence to Kill" gesehen hat. Und hier? Nach der Schusswunde ist er traumatisiert, fällt durch den Eignungstest, nur um dann am Ende doch auf die Mission geschickt zu werden. Alle paar Minuten wird dem Zuschauer vorgesetzt, wie schwer er es doch hat...

Beim Thema Drehbuch: Der Showdown ist eine Frechheit! Aus vielen Quellen habe ich gehört, dass der Oberschurke als negatives Spiegelbild von James Bond gedacht ist. Was wäre da wohl schöner als eine direkte Konfrontation zwischen Held und Schurke, Mano a Mano? Jetzt ratet mal, was es nicht gibt! Vor allem, da das letzte Drittel des Films eine Art Erwachsenen-Version aus "Kevin Allein zu Haus" bildet, bei der Bond mit M und einem unbedeutenden Nebendarsteller das Haus seiner Eltern verteidigen muss.


Größtes Problem

Und wo wir schon mal dabei sind, hier mein größtes Problem: Wenn ich mich von einem Bond-Schurken beeindrucken lassen soll, dann soll er erstens nicht rumschwulen wie Thomas Herrmanns auf dem Christopher Street Day, zweitens sollte er am Besten deutliche Überlegenheit und Gefahr repräsentieren (was er nicht tut), und drittens sollte er FOR F***S SAKE beim Erreichen seines Ziels nicht anfangen zu heulen wie ein Kleinkind!!! Vielen Dank, ihr Penner! Damit habt ihr mich überzeugt, dass Gustav Graves aus "Die Another Day" nicht länger der schlechteste Oberbösewicht der Reihe ist! Es liegt ja nicht daran, dass Javier Bardem keine Ausstrahlung besitzt, im Gegenteil. Aber dank Drehbuch und Regisseur, welche sowieso gerne mehr psychisches Drama in diesen Film setzen, als gut dafür ist, gingen seine Bemühungen in eine völlig falsche Richtung und machten gerade aus den letzten zehn Minuten, in denen auf den Drehbuchseiten in großen roten Buchstaben das Wort "Klimax" stehen müsste, eine Charakterstudie eines völlig durchgeknallten Idioten.


Fazit

Welchen Schwachsinn werden sie sich wohl für Nummer 24 aus den Fingern saugen? Sollen wir mal Quentin Tarantino ranlassen? Der ist ja jetzt wieder mit "Django Unchained" dick im Geschäft. Mal ganz ehrlich, seitdem die Produzenten für jeden neuen Film die Regisseursbank durchwühlen und sich immer für den gerade populärsten Dödel entscheiden, egal welches Genre der beherrscht, kann man auch James Bond getrost als totes Franchise betrachten. Martin Campbell hat großartige Arbeit mit "Golden Eye" und "Casino Royale" abgeliefert, was sollen also diese Experimente? Und wenn das die Art sein soll, wie man das 50jährige Jubiläum von James Bond feiern möchte - indem man ihn völlig zerstört und alles, wofür die Filme stehen, mit Füßen tritt - dann kann ich nur sagen: Geht zum Teufel!

Dabei fing dieser Film vielversprechend an: Kamera und Darsteller gut, endlich mal vernünftig gefilmte Actionszenen, der Plot hätte auch was werden können. Aber die letzten dreißig Minuten haben mich fast genauso aufgeregt wie der gesamte letzte Film. Wer die James Bond Filme ohnehin nie mochte, kann gerne einen Blick riskieren.



Bewertung
6/10 Punkte



Sonntag, 13. Januar 2013

Review: "Der Hobbit - Eine unerwartete Reise" (2012)



Im Grunde sollte ich jetzt an den Vorbereitungen für die Rollenspielsitzung morgen abend arbeiten. Da ich aber zum gefühlt 100sten Mal darauf angesprochen wurde, dass seit Ewigkeiten kein neuer Blog-Eintrag erstellt wurde (der letzte war meine Avengers-Review von Mai 2012) und ich ohnehin nochmal über einige der Filme schreiben wollte, die mich letztes Jahr mehr oder weniger begeistert haben, ist dies nun die Gelegenheit. Die meisten Filme meiner Liste, die ich vorletztes Jahr aufstellte, haben es ja doch in die Kinos geschafft – nur „G.I.Joe 2“ lässt noch auf sich warten, und „Ghostbusters 3“ hat sich nach langem Hin und Her wohl doch nur als verspäteter Aprilscherz entpuppt.

Da wir jetzt auch ein neues Jahr haben, habe ich beschlossen, für zukünftige Kritiken mal etwas Struktur in die Blog-Einträge zu bringen. Also heiße ich euch herzlich willkommen zu Swordmasters neuer Review-Runde!


Der Film, für den in meinen Kreisen die wohl größte Hoffnung und die größte Erwartungshaltung bestand, ist auch der, den ich mir jetzt zuerst vornehmen wollte. Es handelt sich hierbei um die Vorgeschichte eine recht bekannten Filmreihe, basierend auf den vielgelesenen Werken eines längst verstorbenen Schriftstellers – ich könnte euch jetzt alle auf eine falsche Fährte locken, aber da fällt mir ein, dass der Titel des Blog-Eintrags ohnehin alles spoilert. Also, her mit Lembas und Ale, schauen wir uns den kleinen Hobbit mal an…


Der Plot
Basierend auf dem Roman von Peter Jackson – quatsch! – J.R.R. Tolkien, erzählt der Film die Geschichte von Bilbo Beutlin und seines ersten Abenteuers. Gemeinsam mit dem Zauberer Gandalf dem Grauen und einer Schar chaotischer, aber kampfkräftiger Zwerge macht er sich auf, die Heimat der Zwerge von der Schreckensherrschaft des mächtigen Drachen Smaug zu befreien. Dabei – soviel sei gesagt – fällt ihm auch der Ring in die Hände, der später zu den Ereignissen in der „Herr der Ringe“ Reihe führen sollte.


Die Darsteller
Martin Freeman (Bilbo Beutlin), Ian McKellen (Gandalf), sowie eine ganze Reihe britischer Schauspieler, die international bislang weniger bekannt sind, als Zwerge (am Ehesten sticht noch Richard Armitage als Zwergenprinz Thorin hervor). Die Macher schafften es allerdings auch, eine ganze Reihe der Schauspieler zu verpflichten, die schon in der vorherigen Trilogie in den jeweiligen Rollen glänzen durften. In diesem Teil sind es Hugo Weaving (Elrond), Cate Blanchett (Galadriel) und Christopher Lee (Saruman), die zwischendurch mal auftauchen – eine Rahmenhandlung, in der der alte Bilbo (Ian Holm) seinem Neffen Frodo (Elijah Wood) die Geschichte erzählt, gibt es auch noch.




Stärken
Die größten Stärken sind die Darsteller. Martin Freeman als junger Bilbo ist die absoulte Idealbesetzung – seit „Per Anhalter durch die Galaxis“ schon im Komödiengenre unterwegs, aber auch in der Lage, so wie in der „Sherlock“-Serie ernsthaftere Rollen zu spielen, füllt er seine Rolle mit der richtigen Mischung aus Komik, Abenteuerlust und einem tiefsinnigen Charakter aus. Ihm zur Seite stehen die Zwerge, die in „Herr der Ringe“ ja leider viel zu kurz kamen – und die rocken richtig! Da sie auch nicht exakt so dargestellt werden, wie man sich Zwerge ohnehin immer vorstellt (das normale Bild eines Rollenspielers von einem Zwerg: „Wo keine Rüstung ist, sieht man nur Bart.“), kann man die einzelnen Zwerge auch sehr gut voneinander unterscheiden – äußerlich wie innerlich. Im ersten der drei neuen Filme nehmen sich die Macher auch genug Zeit, zumindest bei einem großen Teil der Zwerge einen Einblick in deren Charakter und Motivation zu geben.
Natürlich kommt die Action in diesem Film nicht zu kurz – im Gegensatz zu „Zwei Türme“ und „Rückkehr des Königs“ steht sie allerdings nicht im Vordergrund. Und bis auf einige zusätzliche Handlungsstränge hält sich der Film auch an die Vorlage – dort sind manche der Szenen auch nur am Rande beschrieben. Das Treffen auf die Bergriesen dürfte manchen Fan des Buches freuen. Mein persönlicher Favorit ist das Hinzufügen des Seitenplots, in dem Thorin auf seinen Erzfeind, den Albino-Ork Azog, trifft – die letzte Konfrontation in dem Film hat epische Ausmaße.


Schwächen
Es wird gesungen in diesem Film. Und zwar recht viel. Zwar meistens von den Zwergen, was auch einen gewissen Charme besitzt und vielleicht im Englischen noch etwas besser klingt, aber die deutschen Übersetzer konnten ihre Finger nicht von den Liedern lassen – nachträglich übersetzte Songs treiben mir schon bei Disney-Filmen die Galle hoch. Man kann darüber hinwegsehen, da der Gesang gegen Mitte des Films schon nicht mehr vorhanden ist, bis dahin muss man sich die Ohren zuhalten oder die DVD vorspulen.
Und obwohl es sich um den ersten von drei Teilen handelt, die im Grunde die Umksetzung eines sehr kurzen und deutlich kurzweiligeren Buches handelt als das große Werk, hat „Der Hobbit“ deutliche Längen. Denn nicht alle Dinge, die nachträglich hinzugefügt wurden, sind zum Vorteil – gerade der Auftritt der Charaktere aus „Herr der Ringe“ dürfte einfach nur Fanservice sein.
Mein persönliches Problem liegt auch in der Kameraführung. Nein, es ist nicht „Quantum of Solace“, soweit kann ich meine Leser doch beruhigen. Doch in dem Versuch, mal zu zeigen, was diese neumodische Filmtechnik alles kann, fährt Peter Jackson bei seinen Kamerafahrten Manöver, von denen sogar Maverick aus „Top Gun“ schlecht geworden wäre. Ich kann nur sagen: Den Göttern sei Dank habe ich den Film in 2D gesehen! Wäre ich in die 3D-Vorstellung gegangen, hätte das böse geendet.


Größtes Problem
Ich würde dem Film ja gerne 10/10 Punkte geben, aber zu den oben genannten Schwächen kommt auch das größte Problem, das ich mit dem Film habe: Er weiß nicht, welchen Ton er anschlagen will. Die ruhigen, dramatischen Momente, besonders, wenn es um Bilbo oder Thorin geht, gehören definitiv in einen Film, der als Teil des Tolkien-Zyklus gedacht ist – genau die Ernsthaftigkeit, die den besseren Teilen der „Herr der Ringe“ Trilogie zugrunde liegt. Dazu im Kontrast stehen aber Szenen und Elemente, die eher in einen Kinderfilm gehören – die Gesangseinlagen genauso wie der Auftritt des Zauberers Radagast. Selbst wenn man bedenkt, dass „Der kleine Hobbit“ ursprünglich als Kinderbuch geschrieben wurde – als Zuschauer kam ich mir bei manchen Szenen doch vergackeiert vor. Und dann ist da noch die Action-Einlage in den Goblin-Minen in der Mitte des Films. Großartige Szenerie, viel Potential, dann aber nervige Kamerafahrten und bei weitem zuviel Slapstick, um ernst genommen zu werden. Das machte schon fast meine Hoffnung auf einen großen Showdown zwischen Thorin und Azog zunichte, aber zum Glück hat Jackson noch die Kurve gekriegt und wurde gegen Ende wieder ernst.


Fazit
Sagen wir so, ich bin gespannt, was die nächsten beiden Filme bringen werden. „Eine unerwartete Reise“ hat viele gute und einge schwache Momente – als Ganzes kann man ihn allerdings nur dann bewerten, wenn wir wissen, was am Schluss mit den beiden Fortsetzungen rauskommt. In dieser Hinsicht war „Die Gefährten“ allerdings ein besserer Film – nicht zuletzt deswegen, weil er sich deutlich ernster genommen hat. Jedenfalls ist „Der Hobbit“ für Tolkien-Fans Pflicht, auch Fans anderer Fantasy-Filme sollten ihn sich ansehen. Alleine durch Bilbo und die Zwerge ist der Film sehenswert. Über die Schwächen muss man dann hinwegsehen – im Großen und Ganzen ist das bei diesem Film auch nicht allzu schwer.


Bewertung
8/10 Punkte