Ist euch eigentlich aufgefallen, dass ich viel mehr schreibe, seitdem ich im Praktikum bin und eigentlich keine Zeit für sowas habe?
Gut, Zeit finde ich, und zu erzählen habe ich ja jetzt ganz schön viel. Zumindest, wenn ich mich nicht durch Hunderte von Seiten über Motorrad-Wartung ackern muss (wer sich jemals eine Triumph Daytona 635 kaufen will, dem kann ich ein bisschen was über Kühlung erzählen). Ist zum Glück alles halb so wild - dank meines Studiums konnte ich erkennen, dass das ganze Handbuch modular erstellt wurde. Für alle Laien: Das bedeutet, man hat ständig Deja-Vus, weil alles aus sich wiederholenden Textabschnitten besteht, die an den Stellen zum Einsatz kommen, an denen sie wichtig sind. Besonders fällt das auf bei Sicherheitshinweisen, denn jedes Mal, wenn man irgendwas machen soll, was gefährlich ist - hmm, vielleicht sollte ich das anders formulieren... also wenn man was macht, was schief gehen kann, kommt immer der passende Baustein mit dem Sicherheitshinweis, worauf man achten soll und was man nicht machen darf.
Für uns - ich arbeite mit unserer deutschen Praktikantin Antje und unserem englischen Youngster Anthony an der Sache - bedeutet das, wir müssen uns nur die Absätze grob angucken. Stimmt die Anzahl der Zeilen bei alt und neu überein, und stimmen die ersten und letzten Worte, kann man ziemlich sicher sein, dass in dem Abschnitt nichts verändert wurde. Änderungen finden wir so ziemlich schnell, und dann kennzeichnen wir sie, sodass der Übersetzer weiß: Aha, diese Abschnitte wurden in der alten Version noch nicht übersetzt, also müssen wir da ran und sie übersetzen; den Rest entnehmen wir dann der alten Version. Zeit- und Geldersparnis.
Na ja, die Woche ist nun rum, morgen geht es nach Godalming für die nächsten sechs Monate, und heute abend werde ich erst einmal ein bisschen feiern.
Sein Abenteuer auf der fernen Insel ist beendet, doch die Sage geht weiter. Er muss sich nun der schwersten aller Prüfungen stellen, um zu beweisen, dass er die Feder genauso gut beherrscht wie die Klinge. Doch zwischenzeitlich rief ihn das Schicksal auf eine andere Insel, belagert von untoten Kreaturen und einer intriganten Handelsfamilie. Mehr darüber demnächst...
Freitag, 4. September 2009
Da geht er hin...
... mein Weihnachtsurlaub. Denn meine derzeitige Aufgabe, mit Hilfe von Anthony und unserer anderen deutschen PRaktikantin Antje, ist das Vergleichen zweier Dokumentationen ueber eine Triumph Daytona. Laenge einer einzelnen Dokumentation: 540 Seiten! Und wir haben zwei davon!!! Alleine das Ausdrucken wird das halbe Wochenende dauern.
Fragt mich nicht, warum die hier sowas machen. Einige wollen fuer die neue Dokumentation die firmeneigenen Uebersetzungsdatenbanken ueberarbeiten, und um herauszufinden, was sich alles entscheidend geaendert hat, muss jemand die neue Version mit einer alten vergleichen. Bei uns herrscht ab jetzt jedenfalls strikte Aufgabenteilung - jeder nimmt sich einen Stoss Papier und ackert den durch.
Ich muss jetzt nochmal hoch und schauen, wie weit der Drucker ist. Eben hat mir Paul auf Anfrage zwei riesige PAcken Druckerpapier in die Hand gedrueckt, nachdem ich zu ihm sagte: "Wir brauchen ungefaehr tausend Boegen Papier. Kein Scherz!" Bin jetzt erst einmal AFK fuer die naechsten drei Jahre...
Fragt mich nicht, warum die hier sowas machen. Einige wollen fuer die neue Dokumentation die firmeneigenen Uebersetzungsdatenbanken ueberarbeiten, und um herauszufinden, was sich alles entscheidend geaendert hat, muss jemand die neue Version mit einer alten vergleichen. Bei uns herrscht ab jetzt jedenfalls strikte Aufgabenteilung - jeder nimmt sich einen Stoss Papier und ackert den durch.
Ich muss jetzt nochmal hoch und schauen, wie weit der Drucker ist. Eben hat mir Paul auf Anfrage zwei riesige PAcken Druckerpapier in die Hand gedrueckt, nachdem ich zu ihm sagte: "Wir brauchen ungefaehr tausend Boegen Papier. Kein Scherz!" Bin jetzt erst einmal AFK fuer die naechsten drei Jahre...
Arbeit und Essen
Heute bin ich mal der Erste im QA-Büro. Paul meinte zu mir beim Reinlassen, er würde heute meine Hilfe brauchen, was ich sehr begrüße – endlich mal jemand, der vernünftige Aufgaben für mich hat. Aber bis es soweit ist, warte ich mal auf meine Abteilung, vielleicht kommt bei denen noch was an Aufgaben rum.
Eines will ich mal zum Essen hier loswerden: So schlimm, wie alle Leute sagen, finde ich es gar nicht. Alleine gestern gab es in der YMCA, wo ich derzeit residiere, kaltes und warmes Buffet. Im Preis, den ich für das Zimmer bezahlt habe, war es inbegriffen. Und die Sachen, die sie serviert hatten, waren durchaus lecker: frittierte Zwiebelringe, Entenrollen (obwohl, so wie die in Sojasoße ertränkt waren, schmeckte man nicht viel Ente), Roast Beef (kalt), Schinken, Nudelsalat, Farmersalat, Eier (mit irgendwas Fleischigem drumherum, ließ sich nicht identifizieren, schmeckte aber ganz gut), Fleischspieße mit Hackfleisch… Zum Nachtisch einen Donut. Da soll noch einer sagen, die Engländer können einen Europäer nicht auch satt kriegen.
Gut, das meiste Essbare hier ist pures Klischee: Fish & Chips. Die Fritten sind kaum gewürzt, und normalerweise tun sie Salz & Essig dran (an die Kartoffelchips auch, aber wenn man reichelich Bier zur Hand hat, kriegt man das auch runter). Aber wenn sie was frittieren wollen, wie den Fisch zum Beispiel, dann kommt auch was Knuspriges bei raus – das ist man als Deutscher ja gar nicht so gewöhnt.
Ab morgen habe ich ja die Chance, mein eigenes Essen zu kochen. Da werde ich mich mit der nächsten Hürde beschäftigen, auf die ein Deutscher in England trifft: Essbares im Supermarkt finden. Sainsburys liegt ja ziemlich gut, und ich war da noch nie drin. Wenn sie eine ähnlich große Auswahl haben wie der Tesco in Guildford, dann ist mein Überleben zumindest in dieser Hinsicht gesichert.
Ah, so nach und nach trudeln meine Kollegen ein, da kann es demnächst mit der Arbeit losgehen. Ich melde mich wieder…
Eines will ich mal zum Essen hier loswerden: So schlimm, wie alle Leute sagen, finde ich es gar nicht. Alleine gestern gab es in der YMCA, wo ich derzeit residiere, kaltes und warmes Buffet. Im Preis, den ich für das Zimmer bezahlt habe, war es inbegriffen. Und die Sachen, die sie serviert hatten, waren durchaus lecker: frittierte Zwiebelringe, Entenrollen (obwohl, so wie die in Sojasoße ertränkt waren, schmeckte man nicht viel Ente), Roast Beef (kalt), Schinken, Nudelsalat, Farmersalat, Eier (mit irgendwas Fleischigem drumherum, ließ sich nicht identifizieren, schmeckte aber ganz gut), Fleischspieße mit Hackfleisch… Zum Nachtisch einen Donut. Da soll noch einer sagen, die Engländer können einen Europäer nicht auch satt kriegen.
Gut, das meiste Essbare hier ist pures Klischee: Fish & Chips. Die Fritten sind kaum gewürzt, und normalerweise tun sie Salz & Essig dran (an die Kartoffelchips auch, aber wenn man reichelich Bier zur Hand hat, kriegt man das auch runter). Aber wenn sie was frittieren wollen, wie den Fisch zum Beispiel, dann kommt auch was Knuspriges bei raus – das ist man als Deutscher ja gar nicht so gewöhnt.
Ab morgen habe ich ja die Chance, mein eigenes Essen zu kochen. Da werde ich mich mit der nächsten Hürde beschäftigen, auf die ein Deutscher in England trifft: Essbares im Supermarkt finden. Sainsburys liegt ja ziemlich gut, und ich war da noch nie drin. Wenn sie eine ähnlich große Auswahl haben wie der Tesco in Guildford, dann ist mein Überleben zumindest in dieser Hinsicht gesichert.
Ah, so nach und nach trudeln meine Kollegen ein, da kann es demnächst mit der Arbeit losgehen. Ich melde mich wieder…
Donnerstag, 3. September 2009
Noch zwei Tage...
... und Nächte bis zu meinem Umzug. Eins kann ich euch sagen, ich bin so froh und dankbar, in Godalming was gefunden zu haben, anstatt in Guildford vor mich hin vegetieren zu müssen. Godalming hat alles, was man zum Leben braucht - die Stadt erinnert mich ein bisschen an Sandford Glostershire aus "Hot Fuzz". Guildford hat das auch, aber erstens ist die Stadt zu groß, um hier zu Fuß zurecht zu kommen, und außerdem ist sie bei näherer Betrachtung hässlich und unfreundlich. Allerhöchstens werde ich mal in dem DVD-Shop vorbeischauen. Aber was das angeht, kann ich gleich nach London fahren - vielleicht haben die da wenigstens Diablo 2...
In zwei Tagen bin ich also in Godalming. Ob bis dahin meine Nerven in der Firma durchhalten? Na ja, ich habe das Gefühl - obwohl es nach drei Tagen etwas früh ist, sowas zu sagen - dass ich mich an den Job dort gewöhne. Mit den Kollegen komme ich jedenfalls gut zurecht, zumindest mit meinem direkt gegenüber sitzenden Kollegen Anthony (was daran liegen dürfte, dass er den Job auch erst seit zwei Wochen macht und nur ein bisschen mehr Ahnung hat als ich).
Jedenfalls war der Tag heute trotz aller Anstrengung (dass Lesen am Bildschirm auf die Augen geht, weiß man ja, aber diese Unmengen an übersetztem Text überfliegen...) ganz lustig. Gemeinsam haben wir Engländer und Deutsche die Franzosen niedergemacht. Einer unserer französischen ÜBersetzer hat sich in seiner E-Mail an uns etwas - sagen wir - daneben ausgedrückt, da ist ein bisschen Lästern hochverdient. Abgesehen davon, seit Trafalgar hat die Feindschaft zwischen Franzosen und Engländern nie wirklich nachgelassen. Das merkt man auch, besonders wenn jemand Diplomatisches und Tolerantes wie meine Chefin reinkommt und auch vom gleichen Leder zieht, ohne mit der Wimper zu zucken.
Morgen ist der letzte Arbeitstag vor dem Wochenende. Bisher hatte ich einen anstrengenden, einen entspannt-chaotischen und einen halb-anstrengenden Arbeitstag. Was morgen auf mich wartet, weiß ich nicht, aber ich bin sehr gespannt.
In zwei Tagen bin ich also in Godalming. Ob bis dahin meine Nerven in der Firma durchhalten? Na ja, ich habe das Gefühl - obwohl es nach drei Tagen etwas früh ist, sowas zu sagen - dass ich mich an den Job dort gewöhne. Mit den Kollegen komme ich jedenfalls gut zurecht, zumindest mit meinem direkt gegenüber sitzenden Kollegen Anthony (was daran liegen dürfte, dass er den Job auch erst seit zwei Wochen macht und nur ein bisschen mehr Ahnung hat als ich).
Jedenfalls war der Tag heute trotz aller Anstrengung (dass Lesen am Bildschirm auf die Augen geht, weiß man ja, aber diese Unmengen an übersetztem Text überfliegen...) ganz lustig. Gemeinsam haben wir Engländer und Deutsche die Franzosen niedergemacht. Einer unserer französischen ÜBersetzer hat sich in seiner E-Mail an uns etwas - sagen wir - daneben ausgedrückt, da ist ein bisschen Lästern hochverdient. Abgesehen davon, seit Trafalgar hat die Feindschaft zwischen Franzosen und Engländern nie wirklich nachgelassen. Das merkt man auch, besonders wenn jemand Diplomatisches und Tolerantes wie meine Chefin reinkommt und auch vom gleichen Leder zieht, ohne mit der Wimper zu zucken.
Morgen ist der letzte Arbeitstag vor dem Wochenende. Bisher hatte ich einen anstrengenden, einen entspannt-chaotischen und einen halb-anstrengenden Arbeitstag. Was morgen auf mich wartet, weiß ich nicht, aber ich bin sehr gespannt.
Und wieder...
... ist ein Tag vergangen, ohne dass ich völlig den Verstand verloren habe. Ist doch eigentlich ein gutes Zeichen.
Der Arbeitstag ging ungefähr so weiter, wie ich vorher beschrieben hatte. Den Vergleich des koreanischen Textes mit dem englischen konnte ich abschließen, aber Philip, stellvertretender Firmenleiter (glaube ich), holte sich meine Ergebnisse fünf Minuten vorher ab. War zum Glück nicht so wild. Und es war auch keine Beschäftigungstherapie, wie mir viele versicherten. Ich will das jetzt einfach mal glauben.
Zwischenzeitlich wussten sie gar nichts mit mir anzufangen, weshalb ich sogar dazu kam, eine Folge "Muppets Tonight" auf meinem Laptop zu gucken, dann in die Mittagspause zu gehen (in der ich übrigens meine Kaution für das Zimmer zu meiner Vermieterin gebracht habe - jetzt habe ich das Zimmer sicher), mir Fish & Chips zu holen und alles im Büro zu essen, obwohl die Lunch Hour längst um war. (Es kratzte keinen. Im Gegenteil, als alle meine Chips rochen, sind sie selber schnell zum Mittagsessen.)
Nebenbei konnte ich mir auch einen guten Rucksack besorgen, in den auch alles reinpasst, was ich für einen Tag im Büro brauche. Nächste Anschaffung, sobald ich meine Wohnung bezogen habe, wird wohl Bettwäsche sein, gefolgt von einem Fahrrad - sofern sich nicht herausstellt, dass die Strecke nach Hause doch nicht so heftig ist, wenn man sie nur einmal pro halben Tag läuft... Ohne Rucksack kann man das Ganze hier vergessen, alleine für die Wasserflaschen, die ich mir regelmäßig hole.
Bleibt noch was zu berichten? Ach ja, in einer Sache sind wir mit den Engländern absolut konform: Unsere Computer machen nie das, was wir von ihnen wollen. Meine letzte große Aufgabe gestern war das Installieren mehrerer wichtiger Programme auf einem neuen Firmenrechner, mit der Unterstützung meines Kollegen Paul (der sich als eine Mischung aus Scotty und einer Putzfrau entpuppte, weil er nahezu alle niederen Arbeiten unter sich hat). Die meisten Programme ließen sich installieren, aber nach zwei Dritteln wollte das System gar nicht mehr. Und da Paul ohnehin mit den Nerven zu Fuß war, haben wir es für den Tag dabei bewenden lassen. Vielleicht kommen wir heute weiter.
Und vielleicht kriege ich heute ja wieder eine richtige Aufgabe. Im Moment steckt die gesamte Firma im Bentley-Stress.
Der Arbeitstag ging ungefähr so weiter, wie ich vorher beschrieben hatte. Den Vergleich des koreanischen Textes mit dem englischen konnte ich abschließen, aber Philip, stellvertretender Firmenleiter (glaube ich), holte sich meine Ergebnisse fünf Minuten vorher ab. War zum Glück nicht so wild. Und es war auch keine Beschäftigungstherapie, wie mir viele versicherten. Ich will das jetzt einfach mal glauben.
Zwischenzeitlich wussten sie gar nichts mit mir anzufangen, weshalb ich sogar dazu kam, eine Folge "Muppets Tonight" auf meinem Laptop zu gucken, dann in die Mittagspause zu gehen (in der ich übrigens meine Kaution für das Zimmer zu meiner Vermieterin gebracht habe - jetzt habe ich das Zimmer sicher), mir Fish & Chips zu holen und alles im Büro zu essen, obwohl die Lunch Hour längst um war. (Es kratzte keinen. Im Gegenteil, als alle meine Chips rochen, sind sie selber schnell zum Mittagsessen.)
Nebenbei konnte ich mir auch einen guten Rucksack besorgen, in den auch alles reinpasst, was ich für einen Tag im Büro brauche. Nächste Anschaffung, sobald ich meine Wohnung bezogen habe, wird wohl Bettwäsche sein, gefolgt von einem Fahrrad - sofern sich nicht herausstellt, dass die Strecke nach Hause doch nicht so heftig ist, wenn man sie nur einmal pro halben Tag läuft... Ohne Rucksack kann man das Ganze hier vergessen, alleine für die Wasserflaschen, die ich mir regelmäßig hole.
Bleibt noch was zu berichten? Ach ja, in einer Sache sind wir mit den Engländern absolut konform: Unsere Computer machen nie das, was wir von ihnen wollen. Meine letzte große Aufgabe gestern war das Installieren mehrerer wichtiger Programme auf einem neuen Firmenrechner, mit der Unterstützung meines Kollegen Paul (der sich als eine Mischung aus Scotty und einer Putzfrau entpuppte, weil er nahezu alle niederen Arbeiten unter sich hat). Die meisten Programme ließen sich installieren, aber nach zwei Dritteln wollte das System gar nicht mehr. Und da Paul ohnehin mit den Nerven zu Fuß war, haben wir es für den Tag dabei bewenden lassen. Vielleicht kommen wir heute weiter.
Und vielleicht kriege ich heute ja wieder eine richtige Aufgabe. Im Moment steckt die gesamte Firma im Bentley-Stress.
Mittwoch, 2. September 2009
Das Chaos um mich herum
Nu sitze ich hier im Büro meiner Firma. Alles schön ruhig hier – außer mir sitzt nur ein Mitarbeiter in dem Raum, und der hat gerade alle Hände voll zu tun. So wie der Rest der Firma auch… die scheinen hier alle auf 180 zu sein. Muss am Tee liegen…
Der Einzige, der völlig ruhig ist, bin wohl ich. Warum? Weil ich seit einer halben Stunde darauf warte, dass ich was zu tun bekomme. Die Aufgabe, die ich von gestern übrig hatte, habe ich längst fertig, aber in der Chefetage geht alles dermaßen drunter und drüber, dass es absolut keinen interessiert. Na ja, so kann man sein Geld natürlich auch verdienen.
Eigentlich die richtige Gelegenheit, an meinen Büchern zu schreiben. Für den fünften Band von Iceland Firefly habe ich ja jetzt eine Fülle an Inspirationsquellen. Und ich habe einen tollen Arbeitsplatz mit zwei Monitoren und einer schönen Logitech-Tastatur. Nur: Die Tastatur ist ENGLISCH! AAARGH! Keine Umlaute, kein „ß“, und in den meisten Fällen finde ich nicht mal die richtigen Satzzeichen sofort. Deswegen schreibe ich den Blog-Eintrag hier auf dem Laptop (den ich aus zwei Gründen mit ins Büro nehme. Erstens lasse ich den ungern in der YMCA zurück, sonst ist er am Ende noch weg. Zweitens, wenn ich ihn neben meine beiden Arbeitsmonitore stelle, sieht mein Arbeitsplatz aus wie bei Matrix.).
(halbe Stunde später)
Hier kommt man ja zu nix! Ständig tauchen hier Leute auf und wollen was von einem! Gerade eben tauchte einer unserer Leute auf, netter Kerl namens Paul, mit einem englischen Text und dessen koreanischer Übersetzung. (Manchmal stellt die Firma ziemlich seltsame Erwartungen an die Sprachkenntnisse ihrer Praktikanten – eine andere Abteilungsleiterin kam heute morgen rein und fragt mich, ob ich russisch kann. Als ich Nein sagte, meinte sie „Falsche Antwort. Es heißt: Ja, natürlich kann ich Russisch!“) Meine Aufgabe mit dem koreanischen Text war es dann nur, die paar Stellen, die ich lesen konnte (weil sie in westlichen Schriftzeichen da standen) mit dem englischen Text zu vergleichen. Nur damit wir einen Anhaltspunkt haben, ob der Text ansatzweise richtig übersetzt wurde.
Der Einzige, der völlig ruhig ist, bin wohl ich. Warum? Weil ich seit einer halben Stunde darauf warte, dass ich was zu tun bekomme. Die Aufgabe, die ich von gestern übrig hatte, habe ich längst fertig, aber in der Chefetage geht alles dermaßen drunter und drüber, dass es absolut keinen interessiert. Na ja, so kann man sein Geld natürlich auch verdienen.
Eigentlich die richtige Gelegenheit, an meinen Büchern zu schreiben. Für den fünften Band von Iceland Firefly habe ich ja jetzt eine Fülle an Inspirationsquellen. Und ich habe einen tollen Arbeitsplatz mit zwei Monitoren und einer schönen Logitech-Tastatur. Nur: Die Tastatur ist ENGLISCH! AAARGH! Keine Umlaute, kein „ß“, und in den meisten Fällen finde ich nicht mal die richtigen Satzzeichen sofort. Deswegen schreibe ich den Blog-Eintrag hier auf dem Laptop (den ich aus zwei Gründen mit ins Büro nehme. Erstens lasse ich den ungern in der YMCA zurück, sonst ist er am Ende noch weg. Zweitens, wenn ich ihn neben meine beiden Arbeitsmonitore stelle, sieht mein Arbeitsplatz aus wie bei Matrix.).
(halbe Stunde später)
Hier kommt man ja zu nix! Ständig tauchen hier Leute auf und wollen was von einem! Gerade eben tauchte einer unserer Leute auf, netter Kerl namens Paul, mit einem englischen Text und dessen koreanischer Übersetzung. (Manchmal stellt die Firma ziemlich seltsame Erwartungen an die Sprachkenntnisse ihrer Praktikanten – eine andere Abteilungsleiterin kam heute morgen rein und fragt mich, ob ich russisch kann. Als ich Nein sagte, meinte sie „Falsche Antwort. Es heißt: Ja, natürlich kann ich Russisch!“) Meine Aufgabe mit dem koreanischen Text war es dann nur, die paar Stellen, die ich lesen konnte (weil sie in westlichen Schriftzeichen da standen) mit dem englischen Text zu vergleichen. Nur damit wir einen Anhaltspunkt haben, ob der Text ansatzweise richtig übersetzt wurde.
Arbeit, Arbeit...
Ich bin gerade auf dem Sprung, muss ja den Zug ins Büro erwischen. Daher ein paar eilige Zeilen mit Updates.
Wie ihr wohl wisst, war die erste Wohnung, die ich mir am Montag ansah, ein Fehlschlag. Die zweite Wohnung hingegen, zu der ich gestern nach meinem Arbeitstag gegangen bin, die... IST ES! Sie liegt im Ort, auf halbem Weg zum Büro sind alle Supermärkte, ich kann alles zu Fuß erreichen. Mein Zimmer geht nach hinten in den Garten raus (schön ruhig - das ist wichtig!), Küche und Bad sind sehr benutzerfreundlich, der ganze Spaß kostet mich 300 Pfund im Monat (100 weniger, als ich veranschlagt hatte). Meine Vermieterin macht auch einen sehr netten Eindruck. Ich werde ihr heute erst einmal die Kaution überbringen, wozu habe ich denn eine Stunde Mittagspause? Bei der Gelegenheit besorge ich mir auch gleich einen Rucksack, der ist hier überlebensnotwendig (zumindest für mich).
Eine kleine Empfehlung möchte ich an dieser Stelle für alle meine Kollegen und NAchfolger aussprechen, die sich jemals nach England begeben: Solltet ihr ohne Limonade oder sowas nicht leben können, empfehle ich das sogenannte Squash - so eine Art Sirup in verschiedenen Geschmacksrichtungen, wie das Zeug, das man sich in den Soda Stream kippt. Nur hierzulande taugt das Zeug was. Mit dem richtigen Mischungsverhältnis kann man es von normaler Limonade nicht unterscheiden, und natürlich funktioniert es mit Leitungs- wie mit Mineralwasser. Das Beste: Eine solche Flasche Squash (1 Liter) hält bei regelmäßigem Gebrauch eine Woche; wenn man sparsam ist, sogar zwei bis drei Wochen.
Ein paar Worte noch zu meiner Arbeit: Meine erste Aufgabe betraf eine ziemlich dicke Marketing-Broschüre von Bentley. Ich gehe jetzt nicht in Details, damit ich keine Firmengeheimnisse ausplaudere, nur soviel: Das Ding hat mich den ganzen Tag beschäftigt, und heute darf ich nochmal ran, die letzten Rechtschreibfehler raussuchen. Nein, ich habe nicht den ganzen Tag Korrektur gelesen, sondern vielmehr als deutscher Muttersprachler zwei Übersetzungsversionen verglichen und kommentiert. Ich darf heute wohl meine Ergebnisse präsentieren. Auf meine Haupt-Aufgabe in diesem Praktikum freue ich mich jetzt schon: die Homepage meiner Firma gestalten.
Ich halte euch auf dem Laufenden...
Wie ihr wohl wisst, war die erste Wohnung, die ich mir am Montag ansah, ein Fehlschlag. Die zweite Wohnung hingegen, zu der ich gestern nach meinem Arbeitstag gegangen bin, die... IST ES! Sie liegt im Ort, auf halbem Weg zum Büro sind alle Supermärkte, ich kann alles zu Fuß erreichen. Mein Zimmer geht nach hinten in den Garten raus (schön ruhig - das ist wichtig!), Küche und Bad sind sehr benutzerfreundlich, der ganze Spaß kostet mich 300 Pfund im Monat (100 weniger, als ich veranschlagt hatte). Meine Vermieterin macht auch einen sehr netten Eindruck. Ich werde ihr heute erst einmal die Kaution überbringen, wozu habe ich denn eine Stunde Mittagspause? Bei der Gelegenheit besorge ich mir auch gleich einen Rucksack, der ist hier überlebensnotwendig (zumindest für mich).
Eine kleine Empfehlung möchte ich an dieser Stelle für alle meine Kollegen und NAchfolger aussprechen, die sich jemals nach England begeben: Solltet ihr ohne Limonade oder sowas nicht leben können, empfehle ich das sogenannte Squash - so eine Art Sirup in verschiedenen Geschmacksrichtungen, wie das Zeug, das man sich in den Soda Stream kippt. Nur hierzulande taugt das Zeug was. Mit dem richtigen Mischungsverhältnis kann man es von normaler Limonade nicht unterscheiden, und natürlich funktioniert es mit Leitungs- wie mit Mineralwasser. Das Beste: Eine solche Flasche Squash (1 Liter) hält bei regelmäßigem Gebrauch eine Woche; wenn man sparsam ist, sogar zwei bis drei Wochen.
Ein paar Worte noch zu meiner Arbeit: Meine erste Aufgabe betraf eine ziemlich dicke Marketing-Broschüre von Bentley. Ich gehe jetzt nicht in Details, damit ich keine Firmengeheimnisse ausplaudere, nur soviel: Das Ding hat mich den ganzen Tag beschäftigt, und heute darf ich nochmal ran, die letzten Rechtschreibfehler raussuchen. Nein, ich habe nicht den ganzen Tag Korrektur gelesen, sondern vielmehr als deutscher Muttersprachler zwei Übersetzungsversionen verglichen und kommentiert. Ich darf heute wohl meine Ergebnisse präsentieren. Auf meine Haupt-Aufgabe in diesem Praktikum freue ich mich jetzt schon: die Homepage meiner Firma gestalten.
Ich halte euch auf dem Laufenden...
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